Sm’Aesch Pfeffingen Head-Coach Andreas Vollmer war am vergangenen Mittwochabend nach der 1:3-Europacup-Pleite nicht nur enttäuscht, sondern richtig sauer: «Natürlich ist es schade, dass wir ausgerechnet beim ersten Saisonhöhepunkt die bislang schwächste Leistung abgeliefert haben! Und wenn man noch die Umstände dieser Niederlage berücksichtigt, tut es gleich doppelt weh.»

Nach dem 28:26-Startssatz-Gewinn lag Sm’Aesch Pfeffingen im zweiten Durchgang mit 18:13 in Führung und hätte dort den Sack zumachen müssen. Doch plötzlich schien es als hätte jemand den Stecker im Spiel der Baselbieterinnen herausgezogen. Nichts ging mehr, Fehler über Fehler und die bittere Niederlage wurde Tatsache.

Wiedergutmachung war daher angesagt. Doch im Startsatz lief beim Heimteam wenig zusammen oder deutlicher gesagt, die Mannschaft knüpfte nahtlos an die schwache Leistung vom Mittwoch an. Kam noch hinzu, dass zu Beginn der Partie Schiedsrichter Martin Auricht einige sehr merkwürdige Entscheide zu Ungunsten der Baselbieterinnen fällte und die Sm’Aesch-Spielerinnen damit weiter verunsicherte.

Doch nur daran lag es nicht, dass der schon früh eingehandelte Rückstand bis auf 13:21 anstieg und ein Abwenden des Satzrückstandes nicht mehr möglich war.

Eklatante Steigerung

Die Reaktion der Gastgeberinnen folgte aber postwendend. Zunächst noch harzig im Angriff, doch je länger das Spiel dauerte, desto besser agierten Jazmine White und vor allem die für Anu Ennok in die Partie gekommene Livia Zaugg, welche dann auch mit einer unheimlichen 10er-Service-Serie den wichtigen Satzausgleich mit bewerkstelligte.

Diesen Schwung nahm der Leader mit in den dritten Durchgang und zeigte dabei sofort in welche Richtung es in der Fortsetzung dieser Partie gehen sollte. Ueber ein 8:2 und 16:8 bei den technischen Time-Outs holte sich der Favorit mit einem Ass von Madlaina Matter den Satzvorsprung.

Doch der Aufsteiger aus dem Ländle liess sich nicht beirren und wehrte sich weiter mit viel Engagement gegen die drohende Niederlage. Nach einem 14:16-Rückstand für das Heimteam war es dann wieder eine Aufschlagserie, diesmal von der Kanadierin White, welche den Weg in Richtung 3-Punkte-Sieg ebnete.

Eine Siegerin war auch Livia Zaugg, die gegen Ende des ersten Satzes ins Spiel kam und für Furore sorgte: «Ich habe ja bis jetzt nicht viel gespielt, also muss ich doch in der Zeit wo ich auf dem Feld bin zeigen was ich kann und Punkte machen. Ausserdem habe ich heute Morgen eine halbe Stunde Service trainiert», sagts und darf die Gratulation von Vereinspräsident Werner Schmid entgegennehmen.