Es hätte der Abschluss eines erfolgreichen Basler Wochenendes auf dem St.-Jakobs-Areal werden sollen. Nachdem sowohl der FCB, als auch der RTV am Samstag im Park beziehungsweise der Halle gewonnen hatten, wollten die Sharks gestern in der Arena nachziehen. Trotz einer Leistungssteigerung im Vergleich zur ersten Partie gegen Olten vom Freitag mussten die Basler aber wieder als Verlierer vom Eis.

Die 3:4-Niederlage und der damit verbundene 0:2-Rückstand in dieser Viertelfinalserie war alles andere als zwingend. Der Basler Kapitän Voegele sprach von «Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben, und das vierte Tor darf halt einfach nicht passieren». Der angesprochene Siegtreffer gelang den Oltnern erst kurz vor Schluss inmitten der spektakulärsten Phase der Partie, welche durch eine wilde Schlägerei in der 45. Minute eingeleitet worden war. Die Sharks erarbeiteten sich in den letzten Sekunden zwar noch einige Torchancen, aber die Scheibe wollte nicht mehr rein. Die äusserst zahlreich angereisten Olten-Fans durften ihre Mannen feiern, während Basel nun erneut Wunden lecken muss.

Sharks starker Beginn

Dabei hatten die Sharks äusserst stark begonnen und waren – wie schon im Hinspiel – mit 1:0 in Führung gegangen. Im ersten Überzahlspiel Oltens nach zwei Minuten konterte Topskorer Jonathan Roy die gesamte Solothurner Abwehr aus und bediente Plavsic zum Führungstreffer. Lange konnten sich die Haie aber nicht darüber freuen, Roys Pendant aufseiten der Oltner – Carsen Germyn – glich die Partie nur fünf Minuten später aus.

Es entwickelte sich ein dynamisches Duell, in welchem die Basler leicht die Oberhand hatten. Gegen Ende des ersten Drittels schlug die Stunde von Jamie Wright. Der zweite Ausländer der Sharks zog nach einem Pass von Michel Fäh in die Angriffszone, dribbelte sich an Verteidigung und Torhüter Kropf vorbei und traf zum 2:1. Trotz guter Gelegenheiten verpasste man es danach, die Führung weiter auszubauen. Ein Stockstich des Solothurners Vogt ermöglichte Basel gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts eine einminütige doppelte Überzahl.

Wieder Della Rossa

Das 3:1 fiel aber nicht, dafür gelang Olten zur Spielmitte der Ausgleich durch Kapitän Patric Della Rossa. Die darauffolgende Führung des EHCO konnte wieder Wright in der 43. Minute noch ausgleichen, auf das 4:3 von Martin Wüthrich gelang dann keine Reaktion mehr.

Nun folgt am Dienstag schon fast ein Spiel der letzten Chance, denn ein 0:3-Rückstand liesse sich gegen den Favoriten wohl nicht mehr aufholen. «So viel schiessen wie möglich, vor dem Tor präsent sein und noch mehr physisch arbeiten», umschreibt Voegele das Rezept im Kleinholz. «Olten wird zu Hause wieder loslegen wie die Feuerwehr – da müssen wir einfach dagegenhalten.» Auch in der Qualifikation haben die Sharks die ersten beiden Partien gegen Olten verloren und reihten danach drei Siege aneinander. Dies und die starke Leistung von gestern lassen durchaus darauf hoffen, dass Basel noch in die Serie zurückfinden kann.