Volleyball

Noch viele Baustellen bei Sm’Aesch

Lisa Gysin bei der Ballannahme.

Lisa Gysin bei der Ballannahme.

Sm'Aesch Pfeffingen gelingt ein mühevoller 3:1-Arbeitssieg über Volley Toggenburg. Es war wie so oft ein Spiel mit Licht und Schatten.

Nach dem schon fast erlösenden Sieg vom Mittwoch gegen Luzern war man auf den Heimauftritt von Sm’Aesch Pfeffingen gegen Volley Toggenburg gespannt. Trainer Timo Lippuner war vor der Partie überzeugt, dass die mental und physisch schwierige Situation jetzt vom Tisch sei:» Wir haben in den letzten Trainings sehr viel Wert auf Service und spielerische Elemente gelegt. Leider kränkeln einige Spielerinnen, trotzdem wäre es wichtig, wenn wir mit einem weiteren Sieg Moral tanken könnten.» Doch von diesem erhofften Weg hin zu einem weiteren Erfolg kam das Heimteam schon im Startsatz ziemlich heftig ab. Bis zum Spielstand von 20:21 lag man immer, oft sogar bis zu fünf Punkten, in Rückstand. Es brauchte ein Service-Ass von Fabienne Geiger, welches noch die Wende zugunsten des Birstaler Kombinats einläuten sollte. Die eingewechselte, erst 18-jährige Audry Wallnöfer, brachte dann mit ihren beiden ersten Punkten diesen Satz noch haarscharf für ihr Team ins Trockene. Freude herrschte im Lager von Sm’Aesch Pfeffingen.

Doch nicht für lange Zeit. Völlig von der Rolle präsentierten sich die Sm’Aesch-Volleyballerinnen im zweiten Satz. Nach einer 5:4-Führung gelang praktisch überhaupt nichts mehr. Die Zuspiele von Caithlyn Donahue waren genau so schlecht wie die Annahmen von Capitaine Laura Tschopp oder Libera Selena Hänggi. Diese Chance liessen sich die kämpferischen Ostschweizerinnen unter der Regie von Topskorerin Leslie Betz und der US-Amerikanerin Kelcey Dunaway nicht entgehen und deklassierten die jetzt ziemlich blutleer agierenden Gastgeberinnen förmlich. Es muss eine kurzfristige geistige Bluttransfusion von Headcoach Lippuner gewesen sein, welche das Heimteam wieder zum Leben erweckte.

Die jetzt stark verbesserte Lisa Gysin sorgte mit einer Vierer-Service-Serie und einigen schönen Angriffspunkten für einen zwischenzeitlichen 16:11-Vorsprung. Doch die Gäste liessen nicht locker und kamen nochmals auf 21:20 heran. Zwei gute Services der sonst sehr schwach spielenden Passeuse Donahue brachten dann doch noch die erneute Satzführung. Auch im vierten hart umkämpften Satz, mit vielen Fehlern auf beiden Seiten, war es Diagonalangreiferin Gysin, welche mit zwei überzeugenden Aufschlagserien und vielen wichtigen Punkten die Entscheidung herbeiführte. Meistens mit drei, vier Punkten in Führung liegend brachte Sm’Aesch-Topskorerin Kayla Neto den Matchball im gegnerischen Feld unter. «Hauptsache gewonnen» sagte Tschopp nach dem Spiel und konnte auch den Leistungseinbruch im zweiten Satz erklären: «Es fehlte ganz klar an der spielerischen Disziplin. Die vorgegeben Aufgaben wurden nicht mehr befolgt. So können weder Service noch Block funktionieren».

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