Klettern
Nordwestschweizer Kletterer bouldern hoch hinaus

Der regionale Nachwuchs war am Boulder Regiocup in Pratteln erfolgreich. Es gewannen Benjamin Schelker aus Gelterkinden und Noemi Langenkamp aus Aarburg in der U19-Kategorie.

Janine Müller
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Ein feiner Nebel aus Magnesium-Staub hängt in der Boulderhalle B2 in Pratteln. Anfeuerungsrufe der Zuschauer und der Teilnehmer klingen durch die moderne Halle, ab und an ertönt ein dumpfes Geräusch, wenn ein Athlet nach erfolglosem Klettern auf der Matte landet. Die Stimmung ist friedlich und fair; die Konkurrenten beraten sich gar gegenseitig bei schwierigen Boulders.

Für die meisten Teilnehmer war es der erste Wettkampf der neuen Saison. Der Entscheid in der U19-Kategorie der Männer fiel denkbar knapp aus. Die besten drei absolvierten alle 34 Boulders, folglich musste die Jury anhand der Versuche den Sieger ermitteln.

Das Rennen machte Benjamin Schelker

Das Rennen machte schliesslich Benjamin Schelker aus Gelterkinden. Für Schelker, der auf diese Saison neu in die Elite wechselte, war es eher eine Überraschung. «Ich bin am Vorabend des Wettkampfs noch ins Krafttraining gegangen», erklärt der 18-Jährige, «daher war ich nicht gerade topfit. Zudem wusste ich, wie stark die anderen beiden klettern.»

Der Gelterkinder, der dem Regionalkader Nordwestschweiz angehört, hat sich nun zum Ziel gesetzt, in der nationalen Elite mitklettern zu können und von den Profis zu lernen.

Auch in der U19-Kategorie der Frauen dominierte eine aus dem Nordwestschweizer Regionalkader. Noemi Langenkamp aus Aarburg (AG) setzte sich mit über 113 Punkten Vorsprung von der Konkurrenz ab. Die 16-Jährige, die bereits der Speed-Nationalmannschaft angehört, hat sich für die Saison hohe Ziele gesetzt: «An den regionalen Wettkämpfen strebe ich grundsätzlich den ersten Rang an. An den nationalen habe ich das Ziel, jeweils unter die ersten drei zu kommen.»

Erfolge in der Kategorie U16

Weiter feierten Stefany Wehrli (U16) und Damian Derungs (U16), die ebenfalls dem Regionalkader Nordwestschweiz angehören, ihre ersten Saisonerfolge. Wehrli zeigte sich zufrieden mit der Rangierung, weniger aber mit ihrer Leistung. «Es wäre schon noch mehr drin gelegen», analysierte sie nach dem vierstündigen Wettkampf. Die 15-Jährige will den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen. Sie wird im Sommer in eine Sportklasse der WMS wechseln, um mehr Zeit für ihren Sport zu haben.

Der Liestaler Derungs führte den Erfolg auf seine körperliche Entwicklung zurück. Er sei zehn Zentimeter gewachsen und habe auch an Muskelmasse zugelegt. Darum sei dieser Sieg möglich gewesen. «Ich bin schon ziemlich in Form momentan», sagt er grinsend.