Nach der äusserst engen Partie am Vorabend im Bündnerland war Nuglar von Anfang an heiss auf die Revanche. Die ersten 10 Minuten dominierten die Schwarzbuben nach Belieben und scheiterten mehrmals am Torgehäuse. Die 1:0-Führung in Überzahl war ein schlechter Lohn dafür. Doch ab der zehnten Minute und dem Cazner Ausgleich verlor Nuglar total den Faden, spielte ungenau, fast verzweifelt und lamentierte nicht nur über das eigene Spiel, sondern legte sich auch mit Schiedsrichterin Strähl an. Die Quittung dafür waren 4 Cazner Tore bis zur ersten Pause. Ein Drittel zum Vergessen.

Besser ins Spiel gekommen

Nur: Ein Drittel zum Vergessen ist bei einem 60 Minutenspiel immer noch zu retten. Und so spielte Nuglar mit anderen Formationen im zweiten Drittel erneut druckvoll wie in den ersten Minuten der Partie. Der Lohn dafür war ein knapp gewonnenes zweites Drittel. Cazis war nur noch selten wirklich gefährlich und die wenigen Chancen vergaben sie glücklicherweise oder sie scheiterten am stark aufgelegten Torhüter Grolimund.

Die Chance gewittert

Vor dem dritten Drittel lag Nuglar also wie schon im ersten Spiel mit zwei Toren im Rückstand. Doch erneut wusste man, dass gegen die Bündner im dritten Drittel auf jeden Fall noch etwas zu holen ist. Und wie schon gestern legte Nuglar eine Schippe drauf. Zuerst Tanner mit einem Weitschuss zum 4:5 nach wenigen Sekunden, und keine Minute später wurde eine Strafe gegen Cazis provoziert. In der folgenden Überzahl wendete Cazis die wenig zuvor von Nuglar erfolgreich eingesetzte Taktik an, den Torhüter durch einen dritten Feldspieler zu ersetzen und hatte damit prompt Erfolg. Sie erzielten einen Shorthander. Nuglar gelang anschliessend aber doch noch der 5:6-Anschluss in Überzahl. Was nun folgte war ein offener Schlagabtausch der beiden Teams. Das Offensivspektakel führte zu weiteren Toren auf beiden Seiten. Bis zum 7:8 legte Cazis vor, danach versuchte es Nuglar zu viert und erzielte sofort den Ausgleich. Aber Capatt netzte im folgenden Einsatz durch ein Buebetrickli erneut im Nuglar-Tor ein! Noch 4 Minuten auf der Uhr... Nuglar spielte wieder 4-3. Und nun war es Voegtli der nach wenigen Sekunden wieder den Ausgleich herstellte. Nuglar riskierte nun alles und spielte mit 4-3 weiter. Mit Erfolg, denn 1:10 vor Schluss ging Nuglar seit dem 1:0 das erste Mal in Führung. Doch erneut ging es keine 30 Sekunden bis Cazis wieder traf. Söderberg konnte bei 4-3 die Verlängerung erzwingen.

Nuglar nun dominant

Und in dieser kam von Cazis nicht mehr viel. Nuglar war meist in Ballbesitz, scheiterte aber am eigenen Unvermögen im Abschluss. So zog sich die Verlängerung dahin bis zur entscheidenden 77. Minute.

Das 1:1 ist insgesamt gerecht. Beide Spiele wurden erst in der Verlängerung entschieden und in dieser beide durch einen Freischlag.

Und so sieht man sich ein drittes Mal. In einer Woche wird die Serie in Flims entschieden. Gesucht wird der Halbfinalgegner von Kappelen, welches Gansingen problemlos aus dem Weg räumte.