Der Kanadier Brandon Buck biss für die Basler in der regulären Spielzeit erneut kräftig zu. Nachdem er schon beim NLB-Heimsieg gegen La Chaux-de-Fonds am Samstag der auffälligste Spieler war, zeichnete er sich gegen die GCK Lions als Doppeltorschütze aus – wie schon in einem Vorsaison-Spiel in der gleichen Spielstätte.

In einer lange Zeit offenen Partie mit meist stabiler Defensivarbeit und wenigen richtig gefährlichen Chancen war es der 25-Jährige, der 19 Sekunde vor Ende des Mitteldrittels einen ersten Akzent setzte.

Glück im Unglück

Dabei hatten die Sharks Glück im Unglück. Sie mussten zwar wegen zu vielen Spielern auf dem Eis eine Bankstrafe hinnehmen und in Unterzahl agieren, doch Cyrille Scherwey vermochte zu befreien. Der von ihm eingesetzte Buck erzielte souverän sein viertes Saisontor. Mit der Schlusssirene hatte Olivier Schäublin gar einen weiteren Alleingang, konnte jedoch rechtzeitig gestört werden.

Die GCK Lions mit ihren vielen Junioren mit Gitterhelmen versuchten gegen die physisch stärkeren Basler schnell zu spielen und erarbeiteten sich Überzahlsituationen, hatten aber in jugendlichem Übermut auch ihre Aussetzer.

Matthias Rossi erhöht auf 3:0

In der 34. Minute erhielten die Basler ihr bis anhin einziges Powerplay und nach nur 16 Sekunden nutzte Buck die Überzahlsituation mit einem seitlichen Schuss ins Tor aus. Eineinhalb Minuten später schien Matthias Rossi mit der 3:0-Führung das Spiel entschieden zu haben als er in Unterzahl zum Alleingang ansetzte und den zweiten «Shorthander» für seine Mannschaft erzielte. Doch das Bild änderte sich im Schlussdrittel.

Umstrittene Szene

Nach bloss 29 Sekunden entlud sich der Unmut der rund 20 mitgereisten Basler Fans als vor ihren Augen der Verteidiger Louis Heinis nach einem Duell hinter dem Tor liegen blieb. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm und die GCK Lions schlossen die Szene mit Jan Neuenschwanders Tor ab. Drei Minuten später brachte Yannick Hüsler die Gastgeber mit einem schnellen Angriff auf ein Tor heran.

Die Löwen witterten ihre Chance und setzen alles nach vorne. Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit wurden sie mit Xeno Büssers Ausgleichstreffer dafür belohnt.

In der Verlängerung hatten aber die Basler wieder das Glück auf ihrer Seite. In der 64. Minute kam Marco Vogt aus wenigen Metern frei an den Puck und brachte diesen mit einem satten Schuss ins von Tim Wolf gehütete Tor – und die Basler über den Strich auf den achten Rang.