Ein Grund dafür war, dass sich mit David Abraham und Jacques Zoua gleich zwei Verletzte zurückmeldeten und den gut einstündigen Test nach ihren Blessuren gut be- und überstanden. «Ich habe nicht forciert, spürte aber nichts mehr. Ich hoffe, dass ich am Samstag gegen Servette im Kader figuriere», erklärte Abraham nach Abpfiff.

Zoua gelang gleich ein Torerfolg, als der Kameruner eine feine Flanke von Joo Ho Park mittels Kopfball verwertete. Der Südkoreaner war auch für das Führungstor (mit)verantwortlich, denn nach seinem Dribbling auf der linken Flanke gegen drei Chiassesi brauchte Roman Buess die Hereingabe nur noch aus wenigen Metern einzuschieben. Beim 3:0 stand Fulvio Sulmoni Pate, denn Benjamin Huggel konnte seine verunglückte Abwehr aus wenigen Metern über die Torlinie drücken. Einen eher diskreten Auftritt hatte diesmal Neuzuzug Stephan Andrist. Der Ex-Thuner fand, sicherlich auch wegen der minimalen Spielfeldmasse des Rankhofs, nicht jenen Raum, der es ihm erlaubt, mit Schnelligkeit über die Flanken in die Tiefe zu stossen.

Zahlreiche Wechsel zur Pause

Dass die Tessiner resultatsmässig die zweite Halbzeit für sich entscheiden konnten, war sekundär. «Wir haben viele Wechsel vorgenommen. Das ging auf Kosten der Intensität und des Rhythmus; und auch die Automatismen haben darunter ein wenig gelitten. Aber es war ein gutes Training für uns; gerade gegen einen technisch versierten Gegner, der sehr tief stand und die Räume zumachte. Ich bin mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden. Es war ein gelungener Test im Hinblick auf die nächste Meisterschaftspartie», erklärte FCB-Trainer Thorsten Fink nach Spielende. Zu erwähnen ist noch, dass viele der Basler Einwechselspieler am Vortag noch mit der Schweizer U20- respektive U19-Auswahl ein internationales Freundschaftsspiel bestritten hatten.