Basketball
Ob Riehen in der NLB bleiben kann, ist unsicher

Riehen verliert in der NLB gegen Olten-Zofingen trotz guten Ansätzen mit 49:63. Sie starteten zwar mit Vorsprung ins zweite Viertel, brachen aber in der zweiten Hälfte der Partie ein und gaben den Sieg aus der Hand.

Jonas Burch
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Mit 15 Punkten war Jasmine Schoene (links) die beste Scorerin im Team. Martin Toengi

Mit 15 Punkten war Jasmine Schoene (links) die beste Scorerin im Team. Martin Toengi

Nur einen Sieg konnten die Riehener Basketballerinnen in zwölf Spielen feiern. Fazit: Vorletzter. Mit dem oberen Tabellennachbarn Olten-Zofingen gastierte ein Team im Niederholz, das durchaus in Reichweite liegt.

Und die Baslerinnen begannen stark. Jasmine Schoene und Kaisa Santanen wirbelten und markierten Korb um Korb. Nach dem ersten Viertel erspielte sich Riehen einen komfortablen 20:13 Vorsprung.

Unerwartete Effizienz

Auch das zweite Viertel gestalteten die Mannschaft von Raphael Schoene ausgeglichen. Der Gast aus dem Mittelland kam zwar besser in die Partie, Riehen aber hielt dagegen.

Zur Halbzeit stand es immerhin noch 35:32 für die Gastgeberinnen. Zu diesem Zeitpunkt lag der zweite Saisonsieg immer noch in Reichweite. Besonders die sonst so schleppende Offensive (Riehen hat die wenigsten Körbe aller Mannschaften erzielt) arbeitete bis zur Halbzeit unerwartet effizient.

4 Punkte im dritten Viertel

Die Hoffnung auf einen Vollerfolg währte am Ende nur 25 Minuten. Olten Zofingen glich aus, Riehen brach ein. Nur 4 Punkte warf das Heimteam im gesamten Viertel. Davon ein Dreipunkte- und ein Freiwurf. Offensiv ging nichts mehr, «und Olten Zofingen stellte sich auch immer besser auf unser Spiel ein», analysierte Trainer Raphael Schoene nach der Partie.

Nach der Viertelsirene stand es bereits vorentscheidend 39:46.

Mit hängenden Köpfen

Im Schlussviertel zog die solothurn-aargauische Spielgemeinschaft noch auf vierzehn Punkte davon. 49:63. Schlusssirene.

Wie so oft müssen die Riehenerinnen den Platz mit hängenden Köpfen verlassen. Die NLB scheint mit dem aktuellen Kader schlicht eine Nummer zu gross zu sein. Das weiss auch Schoene: «Wir sind unseren Gegnern einfach physisch und konditionell unterlegen. In den entscheidenden Situation versagen uns leider auch die Nerven, weil wir das Siegen nicht gewohnt sind.»

Viele offene Fragen

Ratlosigkeit im Niederholz. Wie gehts weiter? Macht ein Verbleib in der NLB überhaupt noch Sinn? Fakt ist, dass in dieser Saison kein Team absteigt. Damit ergeben sich zwei Möglichkeiten: «Entweder wir setzen uns in der NLB fest, oder wir spielen freiwillig auf regionalem Niveau», meint Schoene.

Ende März geht die Saison zu Ende, Anfang April muss bereits die neue Mannschaft stehen. Schoene will seinen Spielerinnen die Wahl selber überlassen. «Jede muss sich fragen, ob sie noch mehr für die Mannschaft investieren will oder nicht. Natürlich wäre es schön, wenn alle bereit wären, eine Schippe draufzulegen.»Eine Tendenz ist derzeit nicht auszumachen. «Die Chancen stehen 50:50», ergänzt Schoene.