Eishockey

Offensiv zu harmlos: Der EHC Basel verliert gegen Dübendorf

Auch EHC-Torhüter Fabio Haller konnte die drei Tore der Gäste aus Dübendorf nicht verhindern.

Auch EHC-Torhüter Fabio Haller konnte die drei Tore der Gäste aus Dübendorf nicht verhindern.

Auch im zweiten Spiel innert Wochenfrist gegen den EHC Dübendorf verliert der EHC Basel vor 923 Zuschauern knapp, aber nicht unverdient mit 1:3. Spielentscheidend war eine Strafe wegen unkorrektem Anspiels kurz vor Spielende, was zum vorentscheidenden 1:2 führte.

Nicht der EHC Basel, sondern die Gäste agierten zu Beginn wie ein Heimteam. Sie agierten selbstbewusst, zielstrebiger und lauffreudiger. Verdient war daher die Führung durch Derder, als er vor EHC-Torhüter Haller den Puck aus der Luft in die Maschen beorderte. Erst nach sieben Minuten hatte Basel durch Seiler eine erste gute Abschlussmöglichkeit.

Nach einem Check von Marco Vogt mit anschliessendem Faustkampf mit Neff war die Partie für beide beendet. Sie wurden von Schiedsrichter Schober mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt. Erst nach und nach fand Basel zumindest etwas zu ihrem Spiel und hätte kurz vor Schluss nach einem Ablenker von Gröflin fast noch ausgeglichen.

In der ersten Pause fand Trainer Othmann offenbar die richtigen Worte. Denn seine Mannschaft schien nun in der Partie angekommen. Der sich abzeichnete Ausgleich war jedoch glücklich. Zwei Dübendorfer konnten einander nicht ausweichen und fuhren sich quasi über den Haufen. Alexis Valenza profitierte und passte auf den alleine vor Gäste-Torhüter Trüb stehenden "Best Player" Zwissler, der eiskalt reüssierte. Mitte des Mitteldrittels hatte Basel Glück, dass Suter, der im Schlussdrittel verletzt ausschied, zum zweiten Mal an diesem Abend den Pfosten traf. Danach wog das Spiel hin und her, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten.

Defensiv top, offensiv Potential

Das Schlussdrittel versprach Spannung. Beide Mannschaften setzten auf kontrollierte Offensive und wollten keine Fehler machen. Dabei zeigte sich die Qualität der Basler im defensiven Verhalten vor dem eigenen Tor, insbesondere auch im Unterzahlspiel. Torhüter Haller wurde gut abgeschirmt, es wurde im eigenen Slot aufgeräumt und die Positionen waren meistens gut besetzt, was die Räume sehr eng machte. Leider zeigte sich diese Konsequenz nicht in der Offensive, wo man oft den komplizierten Weg wählte, statt den direkten Weg zum Tor.

So musste ein Linienrichterentscheid die Partie entscheiden, als er 9 Minuten vor Schluss beim Spielstand von 1:1 zwei unkorrekte Anspiele von Rattaggi feststellte, was eine kleine Strafe zur Folge hatte. Prompt nutzt Dübendorf die Überzahl zum 2:1. Kurz danach hatte Basel ebenfalls die Möglichkeit Powerplay zu spielen. Wie bereits in den bisherigen Partien konnte dieses jedoch nicht überzeugen. Die Entscheidung folgte nach Schnürigers Rückkehr von der Strafbank. Dessen Beinstellen an Schir wurde vom Schiedsrichter übersehen.

Beim Gegenangriff machte Dübendorf durch Widmer Sack zu, nachdem Haller zuvor noch mirakulös gerettet hatte. In den letzten anderthalb Minuten setzte Basel nochmals alles auf eine Karte, nahm Haller aus dem Tor. Doch auch mit sechs gegen vier Spielern traf Basel trotz Chancen, unter anderem einem Pfostenschuss von Hagen, nicht mehr ins gegnerische Tor.

Nach diesem Heimspiel muss Basel nun abermals drei Auswärtsspiele in Dübendorf, Thun und Arosa absolvieren. Das nächste Heimspiel findet erst am Dienstag, 29. Oktober statt. Dann ist der EHC Arosa in Basel zu Gast.

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