Unihockey
«Okay war nicht gut genug»

Nach nur 33 Sekunden gingen die Damen von Unihockey Leimental in Führung. Auch in der Folge übernahmen die Baslerinnen das Spieldiktat. Diesen Vorteil wussten sie leider nicht in Tore umzumünzen. Sie verloren mit 1:4.

Alan Heckel
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Barbara Müller (Nummer 4) vergibt im ersten Drittel mehrere Chancen. Martin Töngi

Barbara Müller (Nummer 4) vergibt im ersten Drittel mehrere Chancen. Martin Töngi

Der Pass von Sandra Mischler auf Carmen Gisin: Tor. Ganze 33 Sekunden brauchten die Damen von Unihockey Leimental, um im Heimspiel gegen den UHC Waldkirch-St. Gallen in Führung zu gehen. Die Zuschauer, die am letzten Sonntag in der Ettinger Möslibachhalle zugegen waren, glaubten bereits, das Team würde den vierten Meisterschaftssieg in Folge einfahren. Doch die Führung des Heimteams hielt keine Minute.

Zwar behielten die Baselbieterinnen in der Folge das Spieldiktat, vermochten aber nicht ihre Überlegenheit in Tore umwandeln. Den Ostschweizerinnen hingegen gelang Mitte des zweiten Drittels ein vorentscheidender Doppelschlag. Leimental rannte bis Spielende an, doch das Risiko wurde nicht belohnt: In der Schlussminute traf die St.Gallerin Natalie Schürpf zum 1:4 ins leere Tor.

Mangelnde Chancenauswertung

«Vielleicht war der Gegner den entscheidenden Tick besser», mutmasste Luana Mistri bei der Spielanalyse. Im Wissen, dass sie sich einer Floskel bediente, musste Leimentals Captain lachen: «Am Ende haben wir die Tore, die wir vorne nicht gemacht haben, hinten gekriegt.»

Viel mehr als die mangelnde Chancenauswertung konnte man der Mannschaft um NLB-Topskorerin Mistri (acht Tore, sechs Assists) aber nicht vorwerfen. Auch Trainer Ville Rynnäs war nicht wirklich unzufrieden mit seiner Truppe: «Die Performance war okay, aber nicht gut genug. In gewissen Szenen hat uns die Konzentration gefehlt. Hätten wir 100 Prozent unseres Leistungsvermögens ausgeschöpft, hätten wir auch gewonnen.»

Kein Grund zur Besorgnis

Dennoch lässt sich der Chef an der Bande von der Niederlage auch nicht beunruhigen: «Ich wusste, dass bald so ein Spiel kommen würde. Denn in den fünf Partien zuvor haben wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Dieses Mal haben wir den Level lediglich halten können.» Der Finne, der seit Saisonbeginn für die Leimentalerinnen verantwortlich ist, kennt mittlerweile Gegner und Liga: «Die Mannschaften auf den Rängen 3 bis 6 liegen leistungs- und punktemässig sehr nahe beieinander.» Das Abrutschen auf den vierten Tabellenplatz ist für Rynnäs deshalb kein Grund zur Besorgnis, «denn nach dem nächsten Spieltag kann es wieder ganz anders aussehen».

Weiterhin hart arbeiten

Auch die Leimentaler Spielführerin ist sich der geringen Abstände im Liga-Mittelfeld bewusst und glaubt, dass die Entscheidung über den Einzug in die Playoffs oder Playouts erst in den letzten Partien fallen wird. Nach der positiven Entwicklung in den letzten Wochen kann Luana Mistri sogar dem 1:4 gegen Waldkirch-St.Gallen etwas Gutes abgewinnen: «Wir Spielerinnen wurden daran erinnert, dass wir weiterhin hart an uns arbeiten müssen. Und das werden wir auch tun!»