Fabian Hertner, was sind derzeit Ihre Trainingsschwerpunkte? Wie sieht Ihr Trainingsprogramm in dieser Woche aus?

Fabian Hertner: Im Moment setzt sich mein Training aufgrund meiner abklingenden Knieverletzung aus rund 50 Prozent Lauftraining und 50 Prozent alternativem Training zusammen. Ich kann das Lauftraining von Woche zu Woche steigern, was mich zuversichtlich auf eine optimale Vorbereitung für die WM stimmt.

Welche Vorbereitungen stehen in den nächsten Wochen an?

Da ich mich entschieden habe auf die EM zu verzichten, steht für mich eine ruhige Zeit an, in welcher ich nochmals einige Stunden in mein Grundlagentraining investieren werde.

Wie sehr richten Sie Ihre Saisonplanung auf die WM aus?

Mit dem Verzicht auf die EM ist die WM für mich das Hauptziel und zugleich das einzige Ziel in dieser Saison. Die WM ist also in jedem Training präsent.

Was erwarten Sie von der WM?

Für mich als Athlet steht der Wettkampf im Zentrum und deshalb erwarte ich auch gute Karten, Bahnen und Wettkämpfe. Aber vor allem freue ich mich jetzt schon auf ohrenbetäubende Zielarenen.

Was bedeutet die WM in der Schweiz für Sie?

Im Prinzip ist es eine WM wie jede andere. Die Tatsache, dass sie in der Schweiz stattfindet, bringt allerdings noch eine extra Portion Motivation und Vorfreude.

Welche Erinnerungen haben Sie an die WM 2003 in Rapperswil?

37 Grad, Eishockeyhalle, Eschenberg, Menschenmassen/-gassen, 6-Tage OL, baden, Pfadiheim, Medaillen, Seenachtsfest, Ingo Horst, Mit-Zug-statt-Büssli-heimfahren-wegen-zu-spät-ins-Pfadiheim-kommen-Strafe. (lacht) Es gibt wirklich einige Anekdoten, die mir immer auch heute noch sehr präsent sind.

Gibt es konkrete Schwächen, an denen Sie gezielt arbeiten oder gearbeitet haben?

Grundsätzlich versuche ich immer, mein Konzept zu verfeinern und die Automatismen zu schulen. Im Moment beschäftigt mich vor allem, dass ich mir während eines Wettkampfes genügend Zeit nehme, wenn ich sie brauche. (BZ)