Promotion League

Old Boys nach 1:3-Niederlage gegen den neuen Leader Nyon unter Druck

(Archivbild)

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Der Basler Quartierverein kann den schlechten Saisonstart auch gegen Nyon nicht abwenden und kassiert am Genfersee eine weitere Niederlage. Der schlechteste Saisonauftakt seit 2013 ist somit Tatsache.

Es war wie so oft in dieser Saison bei den Old Boys: Die Basler spielen gut mit, haben ähnlich grosse Spielanteile wie der Gegner, um dann in den entscheidenden Momenten etwas zu wenig resolut zu agieren. Dies war gestern in Nyon kurz vor sowie kurz nach der Halbzeit der Fall.

Praktisch mit dem Pausenpfiff erzielte Valerian Boillat, nach einer gefühlt ewigen Ballstafette der Waadtländer das 1:0 per Kopf. Auch wenn der Treffer schön herausgespielt war, fehlte bei den Gelbschwarzen (oder gestern Hellblauen) Gästen bei diesem Tor die Entschlossenheit in den Zweikämpfen. Kurz nach der Pause fiel dann gleich das 2:0, «was die schon so nicht ganz einfache Aufgabe zusätzlich erschwerte», wie OB-Stürmer Pascal Rietmann erklärte.

Schade ist, dass die Old Boys in der gesamten ersten Hälfte gut mitspielten, aber leider keinen Ertrag erzielen konnten. Aussenverteidiger Tiago Lopes scheiterte beispielsweise nach einer guten Viertelstunde mit einem Schuss an die Latte.

Schlechtester Start seit 2013

Ab der 60. Minute und nach dem halbzeitübergreifenden Doppelschlag von Nyon kam OB wieder besser in die Partie. «In dieser Phase hätte uns jedoch ein Tor gelingen müssen, hätten wir noch einen Punkt holen wollen», meinte Rietmann. Durch das offensivere Spiel der Basler kam nun auch Nyon wieder zu mehr Konterchancen. Chentouf nutzte kurz vor Schluss eine solche Gelegenheit und sorgte mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags für die Entscheidung.

In der Nachspielzeit erzielte Srdjan Sudar immerhin noch den Ehrentreffer für OB. Stade Nyonnais (mit ex-Super-League-Spieler Xavier Hochstrasser) ist dank dem Sieg neuer Leader der Promotion League. OB hingegen gerät langsam arg unter Druck und steht nach der Niederlage und nur fünf Punkten aus sieben Spielen wieder unter dem Strich.

Eine Rolle für den schlechtesten Saisonstart seit drei Jahren könnte auch die Cup-Niederlage gegen GC im August spielen (0:2 nach Verlängerung). Pascal Rietmann glaubt jedoch nicht daran: «Ich denke nicht, dass dieses Spiel eine grosse Rolle gespielt hat, denn weder vor der Saison war der Cup ein grosses Thema und danach war die Niederlage schnell verdaut.» Nächste Woche trifft der Quartierklub auf der Schützenmatte auf den Tabellenfünften La Chaux-de-Fonds.

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