Promotion League

Old Boys verliert – und reagiert auf dem Transfermarkt

(Archivbild)

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Wegen eines Keller-Flops verlieren die Old Boys gegen United Zürich. Nun soll mit Oliver Klaus der letztjährige Ersatztorhüter von Vaduz zu den Old Boys stossen. Ebenfalls kurz vor Abschluss steht die Verpflichtung des Innenverteidigers Simon Dünki.

Samir Tabakovic war nach der Partie gegen United Zürich richtig sauer: Ein Stück Rasen des Platzes auf der Schützenmatte und auch eine Trinkflasche bekamen dies zu spüren. «Es ist eine klar verdiente Niederlage», meinte Tabakovic nach der Partie, übertrieb jedoch etwas mit der Darstellung seiner Mannschaft. Denn die Old Boys spielten nicht schlecht, United hatte kaum nennenswerte Chancen. Doch ein Patzer Sandro Kellers sicherte dem Gästeteam schliesslich den Sieg.

«Ja, der Torhüter hat heute den Unterschied ausgemacht, aber nicht nur», erklärte Tabakovic. Keller liess eine knappe Viertelstunde vor Schluss einen Kopfball nach vorne abprallen und der 18-jährige Paul Villano verwertete souverän zur Entscheidung für die Zürcher. Die Niederlage ist umso bitter, weil OB gut startete. Nach mehreren Chancen ging der Quartierclub in der fünften Minute durch Loic Limanajs Kopfball (nach einem Eckball) in Führung.

United kam erst mit der Zeit besser ins Spiel, Murati scheiterte nach gut 20 Minuten jedoch am gut reagierenden Keller. Doch bereits wenige Momente später sah der OB-Goalie ebenfalls nicht gut aus: Ex-FCB-Junior Christian Schlauri erwischte den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Keller mit einem Kopfball-Lob.

In der zweiten Hälfte geschah nicht mehr viel. Neuzugang Novakovic hätte nach einer schönen Ballstafette noch die Führung für die Old Boys erzielen können, doch er scheiterte an Dragan Djukic. «Wir waren technisch das bessere Team, aber kämpferisch war United besser», meinte Tabakovic.

In der Promotion League etablieren

Ganz anders die Gemütslage bei United Zürich: Der Aufsteiger hat seine erste Partie in der Promotion League trotz durchschnittlicher Leistung gewonnen. Trotz des mit ex-Profis gespickten Kaders will Gabriel Zeyrek, seit drei Jahren Präsident von United nicht abheben: «Ziel ist es, uns in dieser Liga zu etablieren. Falls wir tatsächlich einen Lauf haben, können wir immer noch schauen, ob wir aufsteigen könnten.»

Der 2010 neu gegründete Verein holt Jahr für Jahr Amateurspitzenspieler, dieses Jahr kamen unter anderem mit Joao Paiva (Winterthur), Sehar Fejzulahi (Le Mont) und Raphael Mollet (Schaffhausen), drei Spieler aus der Challenge League zu United, mehrere Spieler im Kader haben Super-League-Erfahrung. Dazu kommen einige Akteure mit Promotion League-Erfahrung (mehrheitlich bei Tuggen und YF Juventus Zürich). Allerdings arbeiten laut Zeyrek alle neben dem Fussball, auch dank seines Personalvermittlungsbüros.

Oliver Klaus soll kommen

Die Verpflichtung eines neuen Torhüters war lange das Ziel von OB in diesem Sommer, bisher hat es nicht geklappt – und hat nun bereits Punkte gekostet. Pajtim Badalli von Kosova Zürich, wurde als zu schlecht empfunden und eine Verpflichtung Christian Leites von Rapperswil-Jona scheiterte im letzten Moment.

Nun jedoch bahnt sich Licht am Ende des Tunnels an: Oliver Klaus, letztes Jahr Ersatztorhüter bei Vaduz soll kommen. Ebenfalls kurz vor Abschluss steht der Transfers des Innenverteidigers Simon Dünki. Der Basler war zuletzt bei Wohlen unter Vertrag und hatte auch Angebote von Chiasso und Le Mont aus der Challenge League, will jedoch nochmals in der Region angreifen und hat den Profitraum noch nicht ganz abgeschrieben.

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