«Wir wissen ganz genau, dass wir die letzten beiden Partien gewinnen müssen, wenn wir im Kampf um die Playoffs noch mitreden wollen. Gegen Biel erwartet uns heute eine nervöse Partie. Da dürfen wir auf keinen Fall den Kopf verlieren. Zu Beginn dürfen wir uns keine Fehler erlauben. Falls wir ein frühes Gegentor kassieren, bekommen wir es mit der Angst zu tun. Doch wenn gegen Biel alles rundläuft, liegt unser Hauptaugenmerk auf dem abschliessenden Derby gegen Lugano – auch für die Tessiner Medien ist das ein grosses Highlight.

Allzu viele Gedanken machen wir uns vor den verbleibenden zwei Partien aber eigentlich nicht. Wir werden die zwei Schlussrunden mit dem gleichen Kampfgeist angehen, wie wir es das restliche Jahr über auch machen. Der ganze Playoff-Hype wird eher von extern hochgepusht, in der Mannschaft bleiben wir ruhig. Denn wir wissen auch, dass sich die Qualifikation nicht in den letzten zwei Partien entscheidet. Es sind 50 Runden zu spielen – jedes einzelne Spiel ist entscheidend, ob man am Tag X über oder unter dem Strich ist.

Aber klar, es ist schön, wenn wir mit Ambri-Piotta zwei Runden vor Schluss noch reelle Playoff-Chancen haben und die Playout-Teilnahme nicht schon seit Wochen feststeht. Auch, dass wir quasi auf Augenhöhe mit grossen Klubs wie dem SC Bern oder den Kloten Flyers sind, lösen positive Gefühle in uns aus. Auch die anderen kleineren Klubs dürfte das motivieren und für die Zuschauer bleibt das Eishockey attraktiv. So sieht man, dass die ganze Liga sehr ausgeglichen ist.

Obwohl ich mit meinen 36 Jahren sicher zu den erfahrenen Spielern im Team zähle, ist es nicht so, dass ich Hauptansprechpartner für alle Jungen bin. Jeder Spieler, der in der NLA ist, ist reif genug und weiss, mit solchen Situationen umzugehen. Es ist nicht mehr wie früher, es braucht keinen Routinier, der das Zepter in die Hand nimmt. Respekt ist schon vorhanden, aber die Jungen hören schon lange nicht mehr auf einen «alten Sack» wie mich.

Die Freude bei einem Einzug in die Playoffs wäre bei Jung und Alt riesig. Doch auch wenn es nicht klappen sollte und wir in den Playouts landen: Es geht weiter! Da darf man den Kopf nicht hängen lassen. Dann kämpfen wir eben um den Ligaerhalt, anstatt um den Meistertitel.»