Während des Hockeycamps in Zuchwil veranstaltete das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) einen «chili»-Kurs. Mit dabei waren auch SRK-Botschafter und NHL-Star Mark Streit und Olivier Schäublin, Captain des EHC Basel. Der Kurs sollte den Jugendlichen Konfliktbearbeitung und Teambuilding näher bringen.

Für einmal erschienen die beiden 35-jährigen Eishockeyaner nicht in Hockeymontur, sondern ganz locker in Sporthose und T-Shirt. Nach einem kurzen Theorieblock von «chili»-Trainer Fritz Heuscher, dem die insgesamt 24 Junioren zwischen 10 und 12 Jahren aufmerksam zuhörten, ging es gemeinsam an die Umsetzung in der Praxis. Die Jugendlichen, die sich meist erst seit dem Hockeycamp kennen, sollten dabei gegenseitiges Vertrauen aufbauen.

Die Stimmung war ausgelassen und die Jugendlichen waren sichtlich stolz, mit ihrem grossen Vorbild Mark Streit gemeinsam in einer Turnhalle im Einsatz zu stehen. Doch der Kampfgeist war immer vorhanden und man merkte, dass in den Adern der Jungen bereits Sportlerblut fliesst. Anfangs bekundete die eine oder andere Mannschaft Mühe, als es darum ging, eine Übung als Team zu absolvieren. «Zuerst haben wir manchmal nur nach vorne geschaut und die hinteren Kollegen einfach vergessen», sagte einer der Junioren.

Wie in einem Hockeyteam

Mark Streit, der seit 2009 als Botschafter des SRK fungiert, hatte ebenso viel Spass mit den Kindern, wie diese mit ihm. «Wenn man in dieser Form helfen kann, ist das natürlich super und macht Spass», sagte der Berner. «Teambuilding ist das A und O im Eishockey. Ein Team funktioniert nur als Ganzes. Alle müssen am gleichen Strang ziehen. Ich kenne solche Spiele, wie wir sie eben gemacht haben, von diversen Trainingslagern. Da läuft zu Beginn der Saison fast das Gleiche ab, um den Teamgeist zu fördern.» Zudem sei es wichtig, dass Konflikte von Angesicht zu Angesicht gelöst werden, damit keine Probleme entstünden.

Zum ersten Mal mit dabei war Olivier Schäublin. Der Basler war für das Hockeycamp, bei dem auch Torhüter Martin Gerber und WM-All-Star Roman Josi engagiert sind, nach Zuchwil gefahren. «Als ich vom SRK angefragt wurde, habe ich spontan zugesagt, es ist ja für eine gute Sache», erklärte Schäublin. «Ich kann Mark nur zustimmen, dass der Teamgeist in einem Team das Allerwichtigste ist. Nur als Ganzes kann man etwas erreichen. Als Botschafter des SRK sehe ich mich in Zukunft allerdings nicht», sagte er und lachte. Nach dem einstündigen Kurs gingen dann auch die Junioren als Team aus der Turnhalle, um gemeinsam mit den beiden Eishockeycracks etwas zu essen.