Eishockey

Packende Schlussphase mit glücklichem Ende für den EHC Basel

Seiler jubelt über den Siegtreffer.

Seiler jubelt über den Siegtreffer.

Der EHC Basel gewinnt vor über 1000 Zuschauern ein in den Schlussminuten packendes Spiel gegen den EHC Arosa mit 2:1 nach Verlängerung. Bis zur 59. Minute waren es die zwei Torhüter, welche die Stürmer zur Verzweiflung brachten und verdientermassen nach dem Spiel als Bestplayer ihrer Mannschaften ausgezeichnet wurden.

Das 0:0 nach dem ersten Abschnitt war leistungsgerecht. Hatte Arosa in den ersten zehn Minuten die Nase vorn, war Basel, welches auf Steinmann, Büsser, Tuffet und Vogt verzichten musste, die bessere Mannschaft. Die Bündner haben bereits vor einer Woche mit einem aggressiven Forechecking überrascht, was bei Basel auch an diesem Abend zu Problemen im Spielaufbau führte, beziehungsweise Fehler provozierte. Nach und nach haben sich die Basler Spieler darauf eingestellt und konnten ihrerseits offensiv in Erscheinung treten. Zwischen der 10. und 13. Minute hatte Basel vier gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Bis auf die Parade von Haller kurz vor Drittelsende sah man Arosa in dieser Spielphase nur noch selten vor dem Basler Tor.

Beide Torhüter im Mittelpunkt

Im Mittelabschnitt standen beide Torhüter im Mittelpunkt, welche mit ihren Paraden dafür sorgten, dass es nach 40 Spielminuten immer noch torlos stand. Insbesondere Gästetorhüter Kotry liess die Basler Stürmer verzweifeln. In der 27. Minute parierte er gegen den alleine auf ihn zulaufenden Zwissler, der mit einem schönen Pass von Seiler losgeschickt wurde oder hielt gegen Maurenbrecher, der ein "Buebetrickli" versuchte. Auch gegen Ende des Drittels, als ein Puck nach dem anderen auf sein Tor zuraste, liess er keine Abpraller zu. Ein nützliches Mittel wäre gewesen, mehr vor dem Torhüter zu stehen, um ihm die Sicht zu nehmen oder Schüsse abzulenken. Dieses Vorhaben wurde viel zu wenig umgesetzt.

Spannende, hektische Schlussphase

Die ersten zehn Minuten im Schlussdrittel neutralisierten sich die beiden Mannschaften. Erst gegen Ende der Partie suchten beide Mannschaften dann die Entscheidung. Die Fehler häuften sich. Das Spiel wog hin und her. Ein offener Schlagabtausch, wobei Arosa die klareren Torchancen hatte. Dieses Mal war Haller derjenige, der im Fokus stand. Offensiv kam Basel selten zu grossen Möglichkeiten, da immer ein Bein oder Stock eines Gästespielers im Weg war. Rund zwei Minuten vor Schluss musste Basel aufgrund einer Strafe gegen Hermkes nochmals in Unterzahl agieren. Seiler gewinnt im eigenen Drittel den Puck, zieht los und trifft bei einer Zwei- gegen Eins-Situation mit einem Schlenzer ins hohe Eck zur Führung.

Das sagt Trainer Robert Othmann zum Spiel:

Arosa konnte jedoch reagieren und gleicht immer noch in Überzahl spielend 46 Sekunden vor Schluss durch Bruderer aus. Da kurz zuvor gegen Hunziker eine weitere Strafe angezeigt wurde, musste Basel in Unterzahl die Verlängerung beginnen. Zuvor wehrte Haller zwei Sekunden vor Schluss nochmals einen letzten Schuss ab. In der Verlängerung trifft Flavio Cola nur den Pfosten. Beim Gegenangriff erkämpfen sich Kiss und Maurenbrecher den Puck hinter dem Tor. Als Folge dieses Einsatzes trifft Kiss zwischen den Beinen von Kotry hindurch zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer.

Dem EHC Basel gelingt somit glücklich, aber nicht unverdient die Revanche aus der Niederlage von letzter Woche. Die Spieler haben nun elf Tage Zeit, sich auf das nächste Spiel vorzubereiten, welches am Samstag, 9. November um 17:30 Uhr in Huttwil stattfindet. Dabei hofft man, dass der eine oder andere verletzte oder angeschlagene Spieler wieder zur Verfügung steht.

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