Handbike

Paralympics-Star Tobias Fankhauser in WM-Form

Tobias Fankhauser am Handbike-Marathon in Oensingen.

Tobias Fankhauser am Handbike-Marathon in Oensingen.

Seinen Wochenendausflug in den Kanton Solothurn krönte der Baselbieter Topathlet Tobias Fankhauser mit einem Doppelsieg.

Am Samstag gewann der Hölsteiner das Zeitfahren in Recherswil und am Sonntag das 42-km-Rennen in Oensingen. Mit diesem Doppelsieg im Europacup geht Fankhauser gestärkt sein Saison-Highlight, die Weltmeisterschaft vom 28. Juli bis 2. August 2015 in Nottwil, an. «Dies war mein letztes Rennen vor der WM», sagte er. Zuerst gilt für ihn, sich gut zu erholen, um dann den Aufbau anzugehen.

Am 6. Juli beginnt das einwöchige Trainingslager am WM-Ort selbst. «Das bisherige Training hat sich bewährt und ich weise eine ansteigende Formkurve auf, sodass ich nichts ändern muss», führte Fankhauser aus. In Oensingen fehlten die Mitfavoriten aus den USA und Italien nach den Weltcup-Rennen an den vorangegangenen Wochenenden im italienischen Maniago. «Sie gingen nach strengen Wochen nach Hause», erklärte Fankhauser.

Schlachtplan für die Heim-WM

Die coupierte Strecke im luzernischen Nottwil taxiert Fankhauser als WM-würdig. «Es wird keinen Zufallssieger geben», ist er überzeugt. Auch der Baselbieter wird nichts dem Zufall überlassen. «Zu Hause habe ich eine Trainingsstrecke, auf der ich das Nottwiler Profil nachstellen kann. Für mich wird es ein Vorteil sein, denn ich kenne jede Kurve, jeden Meter und kann mir einen Schlachtplan zulegen, weil ich weiss, wo es kritisch ist und wo ich angreifen kann», freut sich Fankhauser auf die Mitfavoritenrolle an der Heim-WM.

Beim Rennen in Solothurn konnte der Silbergewinner der Paralympics 2012 sein taktisches Gespür beweisen. «Es war ein schneller Start», beschrieb der 26-jährige Student der Betriebsökonomie den Beginn, «ich konnte nicht die ganze Führungsarbeit übernehmen.» Auf der Gegenwindstrecke ab Neuendorf durfte er nicht zu viel Kraft verlieren, um seine Sprintstärke auszunützen. «Den Schlusssprint konnte ich ideal anfahren», taktierte Fankhauser richtig. Eine Sekunde und zehn Hundertstel vor dem Wiener Wolfgang Schattauer überquerte er die Ziellinie.

Froh war der Oberbaselbieter, dass nach dem regnerischen Einfahren das Wetter hielt und die Strecke abtrocknete. «Der Wind war das Problem, sodass wir das Tempo nicht hoch halten konnten und es kein schnelles Rennen gab», resümierte Fankhauser. Es wurde ein taktisches Rennen. «Wir waren nur noch zu zweit an der Spitze und wollten die Kräfte einteilen», beschrieb er die Schlussphase.

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