Einfach sei es nicht gewesen, ein weiteres Mal in die U21 des FC Basel zurückzukehren. In jene Mannschaft, in der Pascal Schürpf womöglich die besten Leistungen seiner bisherigen Karriere abrief.

Unter anderem erzielte er in der Halbserie des Herbstes 2008 15 Tore in 16 Spielen. Die jeweils halbjährigen Abstecher in die Challenge League bei Concordia und FC Lugano in den Rückrunden 2009 respektive 2011 waren vielversprechend, weniger jedoch die Ausleihe zu Aarau letzten Frühling. «Bei Aarau kam ich zu wenig zum Einsatz und so musste ich jetzt nochmals untendurch», erklärt Schürpf die Rückkehr zur zweiten Mannschaft des FCB.

Mit der eindrücklichen Bilanz von zehn Toren in der Hinrunde der 1. Liga Promotion bekommt der 23-jährige Maturand die möglicherweise letzte Chance, sich im Profibereich unter Fittichen des FCB zu beweisen. Seit diesem Winter ist er an die AC Bellinzona ausgeliehen. Und auch dort weist der Basler eine ordentliche Quote auf: Von bisher fünf Spielen in der Rückrunde stand Schürpf fünf Mal auf dem Platz, davon vierfach in der Stammelf. Zudem stehen der Leihgabe zwei Assists zu Buche, darunter die wichtige Vorgabe letzten Montag beim Spitzenspiel in Aarau, welche Gastón Magnetti zum 1:0 Schlussresultat verwerten konnte.

Kann Präsident Giulini zahlen?

Doch dem Abenteuer im Tessin droht ein abruptes Ende: Präsident Gabriele Giulini konnte bis jetzt ausstehende Löhne von Mitte Dezember an nicht bezahlen. Nur dank Verwendung von Teilen der Bankgarantie in Höhe von 1,2 Millionen Franken, welche Bellinzona bei der Swiss Football League abgeben musste, behauptet Giulini, nun die Löhne zahlen zu können.

Doch Schürpf lässt sich von den Ereignissen nicht beirren und betont, wie professionell der ganze Staff sich trotz der Situation verhält: «Wir trainieren unter guten Bedingungen, jeder gibt sich Mühe und die Stimmung im Team ist gut.» Der Kontakt mit dem FCB, von dem mit Simon Grether und Kwang Ryong Pak zwei weitere Spieler ausgeliehen sind, bleibt fortlaufend bestehen.

Zukunft noch offen

An einen Konkurs seiner ACB denkt Schürpf allerdings nicht, genauso wenig wie es für ihn im Sommer weitergehen soll, denn der Offensivakteur hat beim FCB einen Vertrag bis 2014. «Insbesondere die gute und geschlossene Mannschaftsleistung beim Spitzenspiel in Aarau hat uns alle nochmals motiviert, um den Aufstieg zu kämpfen.»

Bellinzona steht momentan punktgleich mit dem FC Aarau an der Tabellenspitze. Ob der Gang in die Super League auch machbar wäre, steht noch in den Sternen, denn die Kantonshauptstädter haben momentan andere Sorgen.