Schweizer Cup

Patzer kurz vor Schluss - Der FCB verliert den Cupfinal gegen YB mit 1:2

Der FC Basel kann das erste YB-Double seit 1958 nicht verhindern. In einem umkämpften und spannenden Spiel verliert der letztjährige Cupsieger gegen den aktuellen Meister mit 1:2. Dabei lag der FCB zur Pause noch in Front. Doch eine schöne Kombination und ein grober Patzer drehen die Partie zugunsten der Berner.

Das Spiel: Der Cupfinal zwischen dem FC Basel und den Berner Young Boys beginnt umkämpft und ausgeglichen. Valentin Stocker hat die erste FCB-Chance, doch der Captain, dicht bedrängt von der Berner Verteidigung, verzieht. Richtig brenzlig wird es auf der Gegenseite. Christian Fassnacht scheitert nach einem Eckball an einem blitzartigen Reflex Djordje Nikolics. Danach ist YB optisch leicht überlegen, ohne jedoch richtig gefährlich zu werden. Der FCB hält defensiv dagegen und setzt offensive Nadelstiche. In der 29. Minute wird solch ein Angriff erfolgreich zu Ende gespielt. Nach einem Freistoss landet der Ball bei Valentin Stocker, der mittels Volley den Ball in die YB-Maschen haut. Der Treffer hat aber einen Haken: Silvan Widmer, der Assistgeber, stand zuvor im Abseits, der VAR nimmt den Treffer korrekterweise zurück. Doch der unterlassene Führungstreffer gibt dem FCB Auftrieb. Omar Alderete belohnt die Bemühungen in der 42. Minute nach einem Eckball. Die FCB-Führung zur Pause, sie geht in Ordnung.

Doch nach der Pause startet der erwartete YB-Sturmlauf. Nur fünf Minuten benötigt der Meister, um die Partie auszugleichen. Sie bewerkstelligen dies mit einer wunderbaren Kombination über Miralem Sulejmani. Jean-Pierre Nsamé braucht nur noch ins verwaiste FCB-Tor einzuschieben. Danach ist YB dominant und drückt auf den Führungstreffer. Die grossen Chancen haben aber die Basler. Raoul Petretta und Kemal Ademi scheitern an der glänzenden Reaktion David von Ballmoos. In den letzten Minuten zündet YB nochmals den letzten Turbo. Guillaume Hoarau köpfelt in seinem letzten Spiel für die Berner an den Pfosten. Doch die letzte Aktion, sie gibt es noch. Und sie trifft die FCB-Fans mitten im Herz. Marvin Spielmann zieht in der 89. Minute aus grosser Distanz ab und bezwingt Djordje Nikolic. Ein schöner, entschlossener Schuss des Berners, doch ein grosser, folgenschwerer Patzer des FCB-Torhüters. Nikolic verschätzt die Flugbahn des Balles, greift daneben und lässt den Ball passieren. Es ist ein Fehlgriff mit grösstmöglichen Folgen. Denn wenige Minuten später ist das Spiel vorbei. YB gewinnt erstmals seit 1958 ein Double. Der FCB steht mit leeren Händen und gesenkten Köpfen da. 

Das gab zu reden: Alles war angerichtet für das Penaltyschiessen. Doch dann kommt die verflixte 89. Minute. Djordje Nikolic greift daneben und ermöglicht den YB-Cupsieg. Nikolic wird somit zur tragischen Figur. Und raubt sich der Möglichkeit, im Penaltyschiessen zum gefeierten Helden zu werden. 

Der Beste: Yannick Marchand spielt für sein junges Alter mit einer beeindruckenden Abgebrühtheit. Vor allem in der ersten Halbzeit stopft er Löcher, unterbindet YB-Angriffe und leitet solche des FCB ein. In der zweiten Halbzeit kann aber auch er den YB-Lauf nicht bremsen. 

Spiel verpasst? Hier gibt es den Cupfinal zum Nachlesen

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