Leichtathletik
Platzt morgen die Manaoui-Bombe?

Karim Manaoui startet morgen an der U23-EM in Tschechien. Über 400 Meter Hürden hofft der Binninger auf einen Leistungsexploit.

Jonas Burch
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Karim Manaoui ist bereit für die nächste Hürde

Karim Manaoui ist bereit für die nächste Hürde

Varadi

Bis jetzt hält sich Manaouis Nervosität in Grenzen. «Mal schauen, wies morgen sein wird», sagt er lässig. In Ostrava startet der 22-Jährige über 4x400 Meter mit dem Team und in seiner Paradedisziplin 400 Meter Hürden. Mit unterschiedlichen Ambitionen: «Im Hürdenlauf will ich den Halbfinal erreichen und wenn mögliche meine persönliche Bestleistung von 51,42 Sekunden verbessern. In der Teamstaffel peilen wird das Finale an», sagt der Binninger.

Das Hauptaugenmerk hat Manaoui auf die langen Hürden gelegt. Bis ins kleinste Detail hat er seine Hürdentechnik analysiert und verinnerlicht. Auch das Kraft- und das Lauftraining hat Manaoui intensiviert, um die vielen Läufe gut verkraften zu können. Nun sind Zuversicht und Erwartung gross. Denn der Athlet der Old Boys weiss seine Fähigkeiten bestens einzuschätzen: «Meine absolute Stärke ist die letzte Kurve, in der ich jeweils immer einen Zacken zulegen kann. Dafür habe ich meine Schwäche am Start. Manchmal komme ich einfach nicht auf Touren. Da muss ich noch hart dran arbeiten», stellt er klar.

Baldige Dreifachbelastung

Drei Regionale an der EM

Neben Karim Manaoui werden auch Marquis Richards (TV Arlesheim/Stab), Alex Wilson (Old Boys/200 m) und Ana Zogovic (Old Boys/Kugel) die Regionalen an der U23-EM vertreten. Stabhochspringer Olivier Frey, ebenfalls von OB, nimmt für die Schweiz an den Military World Games vom 16. bis 24. Juli in Rio de Janeiro teil. (JBU)

Belastung hin oder her, die Leichtathletik bleibt die grosse Leidenschaft des mehrfachen Schweizer Meisters. Auch nach der EM will Manaoui weiter angreifen. Vor allem im August bei den Schweizer Meisterschaften auf der Schützenmatte. «Es wäre schön, den ersten Aktiv-Titel zu Hause zu gewinnen», schmunzelt er. Vorher will es Manaoui in Tschechien krachen lassen. «Ich hoffe, ich kann der EM die Bombe platzen lassen.»

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