Der Playoff-Final in der Schweizer Rollhockey Nationalliga A sorgt weiter für Ärger. Zumindest auf Seiten des RHC Basel. Nachdem am letzten Wochenende wegen dem drohenden Hochwasser durch die Arve die Halle in Genf gesperrt und damit das Finalspiel kurzfristig abgesagt werden musste, hätte dieses nun am Mittwoch ausgetragen werden sollen. Doch dazu kam es erneut nicht.

„Am Mittwochmorgen erhielten wir von der technischen Kommission der Liga die Meldung, dass das Finalspiel wieder nicht stattfinden wird“, so RHC Basels Spielertrainer Tobias Mohr. „Der Grund dafür ist, dass die Halle wegen des Hochwassers bis Mittwochmorgen gesperrt war und Genf daher angeblich keine Möglichkeit gehabt hatte, zu trainieren.“

Diese erneute Absage stösst den Baslern sauer auf, denn obwohl die Meisterschaft gemäss Reglement am Sonntag beendet sein müsste, werden die entscheidenden Playoff-Spiele nun erst eine Woche später (am 16. und falls nötig am 17. Mai) ausgetragen. „Das Verhalten der TK und der Liga war in diesem Fall nicht professionell“, findet Mohr klare Worte. Und für sein Team kommt es gar noch schlimmer: Topskorer Tiago Sousa wird im Final nicht mittun können, da er am Montag in den Urlaub fliegt, den er schon lange gebucht hat. „Das ist für uns natürlich alles andere als optimal“, so Mohr.

Zeichen setzen mit Cupsieg

Für eine willkommene Ablenkung im chaotischen Hin und Her um den Playoff-Final sorgt das Final-Four-Turnier des Schweizer Cups, das heute in Biasca beginnt. Dort treffen die Basler im Halbfinal auf Montreux (17 Uhr, Biasca). Ein Gegner, den die Rollhockeyaner aus Basel in der Meisterschaft klar hinter sich gelassen haben. Entsprechend selbstbewusst beurteilt Spielertrainer Tobias Mohr die Ausgangslage: „Wir haben uns zwar bis Mittwoch auf den Playoff-Final vorbereitet, was für den Cup natürlich nicht perfekt war. Dennoch sind wir gegen Montreux klarer Favorit, denn wir sind auf allen Positionen besser besetzt als der Gegner.“ Das einzige Hindernis, das Mohr im Halbfinal sieht, ist der unebene Boden in Biasca. „Der könnte uns schon zu schaffen machen, aber er ist ja für beide Teams gleich.“

Sollten die Basler den Cupfinal erreichen, dürfte der Gegner dort mit grosser Wahrscheinlichkeit Genf heissen. Eine besondere Motivation für Mohr und seine Jungs. „Unser Ziel ist es auf jeden Fall, den Cup zum ersten Mal nach Basel zu holen und im Final Genf zu schlagen. Dies auch, um im Hinblick auf den Playoff-Final ein Zeichen zu setzen“, gibt sich Mohr kämpferisch.