Motorsport
Podium in Spielberg: Jeffrey Schmidt meistert widrige Bedingungen

Erfolgreiches Wochenende im Porsche Mobil 1 Supercup auf dem Red Bull Ring: Jeffrey Schmidt hat mit Platz drei seine Meisterschaftsambitionen erneut unter Beweis gestellt.

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Jeffrey Schmidt auf dem Podest. (Archiv)

Jeffrey Schmidt auf dem Podest. (Archiv)

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Unter äußerst schwierigen Bedingungen konnte der Schweizer die vierte Startposition in einen Podestplatz ummünzen. Vor Rennbeginn ergoss sich der Himmel über Spielberg und stellte sowohl Teams als auch Fahrer vor eine schwere Entscheidung, denn der frische Asphalt trocknete schneller ab als angenommen. Schmidt setzte auf Slicks und kämpfte sich dank eines starken Starts auf den dritten Rang vor, den er erfolgreich ins Ziel brachte. Den 22-Jährigen trennen in der Meisterschaft des Porsche Mobil 1 Supercup nun nur zwölf Punkte von Tabellenrang eins.
Jeffrey Schmidt, Sie haben einen Megastart hingelegt und waren nach der ersten Runde auf Platz drei - und das bei diesen schwierigen Bedingungen.

Das war fast schon wie ein Déjà-Vu. Vergangenes Jahr hat es im Porsche Carrera Cup hier in Spielberg vor dem Rennen auch geregnet. Damals haben wir uns für einen Start mit Regenreifen entschieden. Diesmal fiel die Wahl auf Slicks. Am Anfang waren die Streckenverhältnisse äußerst unberechenbar. Denn nur ein gewisser Abschnitt war richtig trocken. Mit den Slicks ohne ABS zu fahren und dabei das Auto am Limit auf der Strecke zu halten ist ganz schön schwierig. Wir hatten leider keine Zeit, unser Setup von Regen auf Trocken umzustellen. Sonst hätten wir auch um den Sieg kämpfen können.
Die drei Safety-Car-Phasen haben es dann nochmal richtig spannend gemacht. Sie sind bei den Re-Starts aber cool geblieben und haben den bis dato Meisterschaftsführenden souverän hinter Ihnen gelassen.

Ich wusste, dass ich auf dem Red Bull Ring gut zurechtkomme. Auch wenn er bis dahin die Meisterschaft angeführt hat: Er kocht auch nur mit Wasser. Ich war mir sicher, dass er nicht zu viel riskieren würde, um die Führung in der Meisterschaft nicht zu gefährden. Letztlich hätte er die Brechstange auspacken müssen, denn nur die Ideallinie war richtig trocken. Ich habe mich dann einfach auf mein eigenes Rennen konzentriert und es hat super funktioniert.
Sie haben bereits im Qualifying überzeugt. Wie lief es am Samstag für Sie?

Ich hatte schon einen ordentlichen Abstand zu den Drei vor mir. Im Qualifying auf dem Red Bull Ring macht der Windschatten auf den langen Geraden einiges aus. Die Top-3 konnten genau diesen Vorteil nutzen, der mir leider fehlte. Ich hätte vielleicht weiter vorne stehen können, aber für die Pole Position hätte es nicht gereicht.
Sie liegen nun mit zwölf Punkten Rückstand auf Platz sechs in der Meisterschaft. Wie lautet Ihr Rezept, Meister zu werden?

Ich gehe das Ganze von Rennen zu Rennen an und will eine gute Show liefern. Zudem muss ich mich an den Rennwochenenden darauf konzentrieren, nicht zu verkrampfen. Rechenspielereien und weitere unnötige Ablenkungen versuche ich zu vermeiden. Für mich steht der Spaß am Sport im Vordergrund und alles andere resultiert daraus. Wenn das alles klappt, kann ich am Schluss ganz vorne stehen. Das ist mein Rezept.
Weiter geht es kommendes Wochenende in Silverstone. Mit der Traditionsstrecke haben Sie ja noch eine Rechnung offen.

Mit Platz zehn haben wir uns vergangenes Jahr unter Wert geschlagen. Für mich war es aber das erste Mal, dass ich ein ganzes Rennen in Silverstone bestritten habe. Hinzu kommt, dass wir dort nicht testen. Wir müssen einfach von Anfang an zusehen, dass wir bei der Musik sind. Von den ganzen Strecken, die jetzt noch kommen, ist Silverstone für uns die schwierigste. Deswegen heißt die Devise: so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Danach können wir auf unseren Paradestrecken in Hockenheim, Budapest und Monza richtig zuschlagen.