Tennis
Popularität hält sich in Grenzen – ausser während den Finals

Die Kantonalen Hallenmeisterschaften beider Basel in Sissach überzeugen wieder mit hochstehendem Tennis – und dem eingefleischten Organisator. Trotz der mangelnden Aufmerksamkeit gesellt sich die Nummer 60 der Schweiz nach Sissach.

Fabian Tschamper
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Frauenfinalpaarung zwischen Patricia Pfaff (links) und Natalia Ostafijcuk.
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Finalist Thomas Petrich.
Finalistin Nataila Ostafijcuk.
Kantonale Tennis-Hallenmeisterschaften beider Basel in Sissach
Finalist Riad Sawas.
Trotz sportlicher Konkurrenz hat der Spielspass Vorrang: Riad Sawas (l.) und sein Finalgegner Thomas Petrich (r:)

Frauenfinalpaarung zwischen Patricia Pfaff (links) und Natalia Ostafijcuk.

Uwe Zinke

Wie in einer guten Stube versammeln sich Angehörige und Tennisfans im Restaurant im Tenniscenter Sissach - mit direktem Blick auf das Geschehen. Turnierleiter Renato Anceschi ist seit gut 40 Jahren als Organisator tätig und sorgt auch dieses Mal für einen geregelten Ablauf des Wettbewerbs mit seinem vierköpfigen OK. «Ich bin immer gerne bei der Auslegung des Turniers dabei - vor allem auch wegen all der Freundschaften, die sich während dieser Zeit entwickelt haben», erzählt Anceschi. Die heimelige Atmosphäre in Sissach ist nicht jedermanns Sache und dass sich die Popularität in Grenzen hält, muss auch Anceschi zugeben: «Wir haben bei den Finals immer ein gut gefülltes Restaurant, aber ansonsten nicht wirklich. Die Möglichkeiten und Reize anderer Beschäftigungen sind heutzutage einfach zu gross.»

Mit insgesamt 122 Teilnehmern in 10 Kategorien kann sich das Feld der Spieler sehen lassen. Der höchst rangierte Tenniscrack des Turniers Riad Sawas - die Nummer 60 der Schweiz - hat sich auch dieses Jahr wieder nach Sissach begeben, um zum zweiten Mal an den Hallenmeisterschaften teilzunehmen. Er galt als klarer Favorit, der die Erwartungen mit dem Turniersieg erfüllt hat. Im Finale der Männer der Kategorie N3/R1 bezwang er seinen ärgsten Verfolger Thomas Petrich in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:3. Bei den Frauen, die lediglich in der Kategorie R3/R6 starteten, konnte sich Patricia Pfaff den Sieg gegen Natalia Ostafijcuk sichern. Mit 6:2 und 6:0 demonstrierte sie ihre Überlegenheit in der einzigen Kategorie der Frauen. Die anderen drei Kategorien der Frauen mussten wegen Mangel an Konkurrenz abgesagt werden, worunter die Qualität des Finals aber keineswegs gelitten hat.

Mit Leidenschaft dabei

Turnierleiter Anceschi gibt sich mit dem ganzen Anlass zufrieden und auch nach acht Jahren im OK der Kantonalen Hallenmeisterschaften beider Basel wird er weiterhin dabei sein. «Ich mache das sehr gern, wir sind inzwischen ein eingespieltes Team», erzählt Anceschi und fügt an: «Auch wenn es zeitweise sehr stressig ist, zum Beispiel mit der Planung des Tableaux.» Er wird auch an anderen Turnieren als Organisator tätig sein, wie beispielsweise den Kantonalen Meisterschaften im Sommer, welche dieses Jahr in Liestal stattfinden.