Fussball

Pratteln distanziert die Old Boys in der 2. Liga

Im Kellerduell gewinnt Pratteln gegen den BSC Old Boys mit 2:1 und überwintert somit doch noch über dem Strich.

Trotz garstigem Wetter und tiefem Boden zündete der FC Pratteln ein ordentliches Startfeuerwerk. Gleich in den ersten Minuten hätte das Heimteam gegen die Old Boys in Führung gehen müssen. Eine gefährliche Kopfballchance, ein Pfostenknaller und eine Riesenchance von Ersin Elmas blieben jedoch ungenutzt. Und so führte der BSC Old Boys das altbekannte «Wer sie nicht macht-Theater» auf und ging gegen den Spielverlauf 1:0 in Führung. Brändli wurde mit einem Chip-Pass lanciert und schob clever am herausstürmenden Clemente vorbei zur Führung ein (6.).

OB erhielt nach dem Treffer Rückenwind und spielte gleich weiter nach vorne. Cyril Schaub versuchte es nur wenig später mit einem Distanzschuss, welchen Clemente aber gerade noch an den Pfosten lenken konnte. Eine Viertelstunde lang dominierte der Gast nun das Geschehen. Dann aber drehte die Heimelf auf und konnte das Spiel ausgleichen. Nach einem Freistoss legte Krähenbühl gekonnt auf Kessler ab, der für die Pratteler einnetzte.

Chancenplus für Pratteln

Es folgte die stärkste Phase des Heimteams. Im Minutentakt erarbeiteten sie sich nun erstklassige Chancen, während die Old Boys kaum mehr über die Mittellinie fanden. Ein Treffer wollte aufgrund teils fahrlässiger Chancenauswertung vor der Pause aber keiner mehr gelingen.

Sah das Publikum in der ersten Hälfte ein technisch hochstehendes und durchaus attraktives Spiel, flachte die Partie nach dem Wechsel merklich ab. Beide Teams liessen im Spielaufbau die nötige Sorgfalt vermissen und agierten vermehrt mit langen Bällen. In der 84. Minute dann die spielentscheidende Szene. BSC-Torwart Ramseyer baute von hinten auf und spielte am eigenen 16er Müller an, der den lauernden Routinier Krähenbühl übersah und den Ball – an denkbar ungünstiger Stelle – verlor. Einen schnellen Querpass später stand es 2:1 für Pratteln. «Das war natürlich ein krasser Fehler, aber so was kann passieren», analysierte OB-Trainer Santino Cambria nach dem Spiel. Fuchs Krähenbühl schmunzelte: «Im Gegensatz zu uns alten Männern hatte unser junger Gegner etwas mehr Luft, dafür passiert ihnen vielleicht eher einmal ein solcher Bock.»

In der Abstiegszone überwintern

OB vermochte in der Folge nicht mehr zu reagieren. Somit überwintern die Stadtbasler tief in der Abstiegszone. «In den letzten Jahren mussten wir in der Rückrunde öfters das Feld von hinten aufrollen», gab sich Cambria nach dem Spiel dennoch kämpferisch. Krähenbühl freute sich vor allem über die zweite Hälfte der Vorrunde, in der man ausser gegen Bubendorf alle Spiele gewinnen konnte.

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