Baselbieter Sporpreis-Verleihung
Preisträger Alex Frei: «Meine Mama hat sich über meinen Rücktritt gefreut»

An der Baselbieter Sportpreisverleihung wurden acht Sportler geehrt – Alex Frei stand dabei im Mittelpunkt. Die Förderpreise gingen an die vier Youngster Céline Bonauer, Christoph Meier, Manuel Munsch und Jeffrey Schmidt.

Jonas Burch
Merken
Drucken
Teilen
Josef Zindel liest die Laudatio für Alex Frei.
10 Bilder
Der Mann des Abends: Alex Frei, baselbieter Sportler des Jahres.
Der Baselbieter Sportpreis 2013
Team Synergy mit einem spektakulärem Auftritt.
Das Baselbieter Olympiateam: von links nach rechts Thomas Beugger (Leiter Sportamt BL), Florian Staub, Tobias Fankhauser, Marquis Richards
Der Baselbieter Anerkennungspreis erhielten: von links nach rechts Röbi Hänger, Hans Aeschlimann und Stella Campestrin und mit dabei: Regireungsrat Urs Wüthirch
Sänger und Turner Lucas Fischer.
Die Baselbieter Landrats- Präsidentin Marianne Hollinger hält die Laudatio der Baselbieter Förderpreise.
Die vier Gewinner der Baselbieter Förderpreise: von links nach rechts Christoph Meier (Orientierungsläufer), Céline Bonauer (Rhönradturnerin), Manuel Munsch (Kanusportler), Jeffrey Schmidt (Motorsport)
Slam-Poet Renato Kaiser.

Josef Zindel liest die Laudatio für Alex Frei.

Uwe Zinke

Den ersten Lacher hatte Alex Frei schon nach wenigen Worten auf seiner Seite: «Ich hätte nie gedacht, dass je einmal ein Ostschweizer eine Laudatio auf mich halten würde», witzelt der Sportpreis-Träger in Anlehnung an die Rede von Ex-FCB-Medienchef Josef Zindel ein paar Augenblicke zuvor. Im Kongresszentrum Mittenza in Muttenz war die Stimmung fernab von Fussballrasen und Medienrummel feierlich gelassen.

«Ich habe die 277 000 Baselbieter nach ihrem Sportpreis-Favoriten gefragt. Einzig Mike Shiva muss erst noch die Karten legen, um die Antwort zu erhalten», scherzte Josef Zindel in seiner Rede.

An Alex Frei führte heute Abend kein Weg vorbei. Zu imposant seine Karriere, zu gross seine Spuren im Schweizer Sport. «Ich bin lieber ein Mensch mit Ecken und Kanten, als dass ich auf Schwachstrom laufe», sagt Frei. «Doch den Rücktritt habe ich nie bereut. Meine Mama freuts, und die Fans des FC Zürich sicher auch», schiebt er schmunzelnd nach.

Sieben weitere Preisträger

Aber nicht nur Alex Frei durfte sich über eine Auszeichnung freuen. Die vier Youngster Céline Bonauer (Rhönrad), Christoph Meier (OL), Manuel Munsch (Kanu) und Jeffrey Schmidt (Motosport) wurden mit dem Förderpreis prämiert. «Wenn man einmal auf dem Podest gestanden hat, will man dieses Gefühl immer wieder erleben. Dafür arbeiten wir täglich und sind dankbar für jede Form der Unterstützung», sagte Schmidt stellvertretend für seine drei Kollegen.

Der Anerkennungspreis ging an Hans Aeschlimann, der sich seit Jahren für die Leichtathletik-Gemeinschaft Oberbaselbiet (LGO) engagiert, an Stella Campestrin, welche den Judo-Sport im Kanton auf Trab hält und die regionale Basketball-Legende Röbi Hänger. «Wir alle dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Und zwar aus dem Breitensport», fand auch Alex Frei anerkennende Worte für die Leistungen des Baselbieter Trios. Am Ende des Abends durften nicht nur die Sportler, sondern der ganze Kanton stolz auf die Leistungen in diesem Jahr sein.