Eishockey
Preiswerk: «Ohne Erfolg auf dem Eis wird es schwer zu bestehen»

Die Basel Sharks präsentieren an der GV im Geschäftsjahr 2012/2013 einen leichten Gewinn – aber nur dank externen Geldgebern. Wäre der Klub in die Playoffs gekommen, hätte wohl ein Verlust resultiert.

Jonas Burch
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Die Weichen richtig gestellt: Präsident Matthias Preiswerk (links, mit Trainer Dino Stecher) ist von den Fähigkeiten des Teams und des Trainers überzeugt. Foto: Schläfli

Die Weichen richtig gestellt: Präsident Matthias Preiswerk (links, mit Trainer Dino Stecher) ist von den Fähigkeiten des Teams und des Trainers überzeugt. Foto: Schläfli

Hans Peter Schläfli

Einen Rückblick auf die vergangene Saison hätte sich Sharks-Verwaltungsratspräsident Matthias Preiswerk gerne erspart. Mit Worten wie «Enttäuschung», «Katastrophe» oder «Ernüchterung» fasste er das letzte NLB-Jahr drastisch, aber treffend zusammen. Entsprechend zähneknirschend wurden im Anschluss an die GV in der St. Jakob-Arena die Jahreszahlen präsentiert.

Leichtes Plus

Immerhin: Mit Fr. 2373.86 konnte man einen leichten Gewinn vorlegen. «Ein Plus, das nur dank externen Geldgebern möglich war. Eine solche Lösung soll aber nicht zum Normalfall werden», unterstreicht Preiswerk die Bestrebungen. Wären die Sharks in letzter Sekunde noch in die Playoffs gerutscht, hätten die Basler aller Voraussicht nach ein Defizit von 250 000 Franken eingefahren. Glück im Unglück also.

Neuanfang und Aufbruchstimmung

Aber ab jetzt spricht man bei den Sharks sowieso nur noch über die Zukunft. Diesen Neuanfang, die Aufbruchstimmung. «Nach dem letzten Jahr gehen wir aber nüchterner in die kommende Saison», sagt Preiswerk, der mit Rolf Bühler ein weiteres Verwaltungsmitglied im nun 7-köpfigen Komitee begrüssen darf.

Sportliche Leistungen entscheiden

Man weiss, dass vieles mit den sportlichen Leistungen der Mannschaft steht und fällt. «Ohne Erfolg auf dem Eis wird es schwer zu bestehen», bringt Preiswerk die Ausgangslage auf den Punkt. Ohne Erfolg keine Zuschauer. Ohne Zuschauer keine Geldgeber. «Wir wollen und müssen diesmal vorne mitspielen, um unserem 6-Jahres-Plan gerecht zu werden», weiss auch Geschäftsführer Pascal Suter. Ein schmaler Grat.

Region wünscht sich Siegerteams

Denn seit den konstanten Erfolgen des FC Basel ist sich die Stadt und Region gewohnt, Siegerteams zu sehen. Eine Mannschaft, die nicht begeistert, geht in der Masse unter.

Bessere Sichtung der Ausländer

Deswegen hat man für diese Saison nochmals alle Kräfte gebündelt, um die Sharks endlich in die richtige Strömung zu bringen. «Zum ersten Mal haben wir die neuen Ausländer persönlich getroffen, um uns ein noch besseres Bild machen zu können», sagt Pascal Suter. «Wir spüren auch, dass sich Kyle Greentree und Brandon Buck voll mit uns identifizieren wollen.» Insofern sind die Weichen richtiggestellt.

Keine Wiederholung des Vorjahrs

Vom Worst-Case-Szenario will man bei der Führungsetage gar nicht erst sprechen. Aber: «Verläuft diese Saison wieder so wie die vergangene, müssen wir uns ernsthaft Gedanken über dieses Projekt machen», warnt Matthias Preiswerk. So weit soll es nicht kommen. Unterstützung erhalten die Sharks auch von ihren Aktionären. Nur wenige üben Kritik, man steht solidarisch hinter dem Verein. «Ich habe gemerkt, dass die Mannschaft jetzt viel aggressiver und zielstrebiger spielt als zuletzt», sagt einer der Aktionäre. Preiswerk nickt.