Promotion League
Nervenaufreibende Spiele für die Black Stars und die U21 des FC Basel

Während der FC Black Stars gegen Étoile Carouge 0:0 spielt, feiert der FC Basel U21 beim 5:4 in Nyon den ersten Sieg in dieser Promotion-League-Saison.

Alan Heckel
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Leonardo Gubinelli war einer der Torschützen im Spiel gegen Stade Nyonnais.

Leonardo Gubinelli war einer der Torschützen im Spiel gegen Stade Nyonnais.

Bild: Matthias Jurt (cham, 14. April 2021) / Luzerner Zeitung

Drei Runden sind gerade mal in der neuen Promotion-League-Saison gespielt, und lediglich fünf Teams haben noch nie verloren. Der FC Black Stars und Étoile Carouge sind zwei davon, die beiden Klubs mit dem Stern im Wappen trafen im Buschweilerhof aufeinander und trennten sich leistungsgerecht 0:0.

Ein körperbetontes Spiel strapaziert die Nerven

Weil beide Mannschaften in der Defensive konzentriert arbeiteten, bekamen die 250 Zuschauer wenige Chancen zu sehen. Die beste Möglichkeit der Gäste hatte Nassim Zoukit, dessen verdeckter Aufsetzer aus 22 Metern Black-Goalie Steven Oberle grosse Probleme bereitete (14.).

Für das Heimteam einem Treffer am nächsten kam Adriano Ferreira in der Nachspielzeit, doch ein Genfer warf sich in den Volley des Angreifers. «Uns hat die Spritzigkeit gefehlt. Ausserdem haben wir in der ersten Halbzeit zu schlampig gespielt, deshalb geht das Resultat gegen einen starken, aggressiven Gegner in Ordnung», bilanzierte Samir Tabakovic nach Abpfiff nüchtern. Der Unparteiische liess sehr viel durchgehen, was der körperbetonten Gangart der Romands entgegenkam. «Im Kampfsport wäre dieser Schiri wohl besser aufgehoben», meinte Tabakovic sarkastisch.

Es wird viel diskutiert – hier geht es um eine mögliche rote Karte gegen Chappot.

Es wird viel diskutiert – hier geht es um eine mögliche rote Karte gegen Chappot.

Bild: EH Presse

Einen krassen Fehlentscheid leistete sich der Schiedsrichter nach 43 Minuten: Jan Muzangu konnte nach einem Stellungsfehler in der Carouge-Abwehr allein auf Damien Chappot zulaufen, spitzelte den Ball am Keeper vorbei, ehe er von diesem 25 Meter vor dem Tor rustikal über den Haufen gerannt wurde. Zum Entsetzen des Heimteams und -publikums zeigte der Ref Chappot nur Gelb. «Sorry, aber eine klarere rote Karte gibt es nicht!», sagte Tabakovic und schüttelte genervt den Kopf.

Telegramm

FC Black Stars – Étoile Carouge FC 0:0

Buschweilerhof. – 250 Zuschauer. – SR Odiet.

Black Stars: Oberle; Mumenthaler, Edwige, Farinha e Silva, Dejan Zunic (63. Rashiti); Adamczyk (40. Ferreira); Sevinc, Kaufmann; Muzangu (83. Ercin), Mushkolaj (83. Fazlija), Ouedraogo.

Étoile Carouge: Chappot; Baddy Dega, Dia, Vanzo (85. Mbaki), Titié; Zoukit; Fernandez (85. Regillo), Chappuis; Konan, Boussaha (70. Mettler), Caslei (62. Veira).

Bemerkungen: Black Stars ohne Babovic, Fischer, Jankowski, Rapold, Türkes, Uruejoma, Xheladini und Dalibor Zunic (alle verletzt, krank, abwesend oder kein Aufgebot). Carouge ohne Delley, Emulovs, Gomis, Günes, Kursner, Mangala und Mfuyi (alle verletzt, krank, abwesend oder kein Aufgebot). – Verwarnungen: 36. Muzangu, 43. Chappot (beide Foul), 45.+1 (Tabakovic, Trainer Black Stars, Unsportlichkeit), 57. Mushkolaj (Foul).

Adamczyk (Oberschenkel) und Dejan Zunic (Hirnerschütterung) verletzt ausgeschieden.

Fehler prägen das Spiel in Nyon

Nervenaufreibend, allerdings aus einem anderen Grund, war auch das Duell zwischen Stade Nyonnais und dem FC Basel U21. Die Gäste lagen früh zurück, drehten die Partie, lagen zweimal mit zwei Toren in Front, kassierten in der 84. Minute dennoch den 4:4- Ausgleich, ehe Tresor Samba drei Zeigerumdrehungen später doch noch den ersten Saisonsieg für Rotblau sicherstellte. Der Mittelstürmer, der bereits die ersten beiden Basler Tore erzielt hatte, behauptete nach einem Angriff über die Seite trotz gegnerischer Bedrängnis gekonnt den Ball und wuchtete ihn in die Maschen.

Tresor Samba erzielte drei Tore für die FCB U21.

Tresor Samba erzielte drei Tore für die FCB U21.

Bild: Edgar Hänggi/bz Zeitung für die Region

«Das war eine unglaubliche Mannschaftsleistung, denn Nyon hat uns sehr gefordert. Ich bin sehr stolz auf mein Team», sprudelte es aus Marco Schällibaum heraus. Die Mentalität seiner Equipe beeindruckte ihn: «Das war eine unglaubliche Energieleistung, mit der wir den Sack doch noch zugemacht haben.»

Die heissen Temperaturen sowie die Tatsache, dass beide Teams unter der Woche gespielt hatten, führten dazu, dass sich immer wieder Fehler einschlichen. „Zwei unserer vier Gegentore haben wir viel zu einfach gekriegt“, fand Schällibaum, dessen grösste Baustelle momentan die Defensive zu sein scheint – zehn Gegentreffer nach nur drei Partien sprechen eine deutliche Sprache. „Wir arbeiten daran“, versicherte der Trainer, brach aber auch eine Lanze für seine Schützlinge: „Ich weiss, es klingt paradox, aber trotz vier kassierter Tore sind wir in Nyon ziemlich gut gestanden.“

Telegramm

Stade Nyonnais – FC Basel U21 4:5 (1:2)

Colovray. – 200 Zuschauer. – Tore: 4. Danho Séké 1:0. 21. Samba 1:1. 32. Samba 1:2. 66. Gubinelli 1:3. 69. Danho Séké 2:3. 70. Strohbach (Eigentor) 2:4. 73. Bunjaku 3:4. 84. Dugourd 4:4. 87. Samba 4:5.

Stade Nyonnais: Chavanne; Gazzetta (70. Strohbach), Grossrieder, Sangaré, Vumbi Bundu; Dugourd, Jaton (57. Gaillard), Maroufi, Escorza (60. Pasche); Danho Séké (70. Portelinha), Bunjaku.

Basel: Spycher; Spataro, Lurvink, Vukelic, Schweizer (65. Eraslan); Durrer; Chipperfield (60. Gubinelli), Stevanovic (91. Stajic); Manis (91. Ejupi), Samba (91. Winkler), Vishi.

Bemerkungen: Nyon ohne Bega, Brenet, Guerin, Hadji, Lécureux, Marque und Monteiro (alle verletzt, krank, abwesend oder kein Aufgebot). Basel ohne Gradaille, Hunziker, Jaiteh, Krasniqi, Moulin, Pergjoka, Rustemi, Vogt und Xhemaili (alle verletzt, krank, abwesend oder kein Aufgebot). – Verwarnungen: 63. Gazzetta (Foul), 87. Chavanne (Reklamieren).

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