«Der Trainer des FC Zürich (Artur Petrosyan, die Red.) wird wahrscheinlich etwas anderes sagen, doch ich bin der Meinung, dass das 1:1 gerecht ist», analysierte Raphael Wicky. Der neue Basler U21-Trainer merkte aber auch an, dass seine Equipe die unerklärliche zehnminütige Schwächephase vor dem Seitenwechsel nur mit Glück ohne Gegentreffer überstanden hatte. «Der FCZ hatte mehrmals die Möglichkeit, das 0:2 zu machen. Dann wäre es ein anderes Spiel geworden.»

In den ersten 35 Minuten passierte im Leichtathletikstadion St. Jakob herzlich wenig. Beide Teams standen gut und liessen den Gegner offensiv nicht zur Entfaltung kommen. Dass die Zürcher dennoch in der 17. Minute ein Tor bejubeln durften, hatte seinen Ursprung in einem groben individuellen Fehler auf Basler Seite: Pedro Pacheco verlor den Ball als letzter Mann an Kilian Pagliuca, der FCB-Keeper Djordje Nikolic keine Abwehrchance liess.

Basels Lastminute-Ausgleich

Im zweiten Durchgang steigerten sich die Basler, die heissen Szenen im Zürcher Strafraum hielten sich aber bis zur Schlussphase in Grenzen. Erst nach Anbruch der Nachspielzeit fand der Ball den Weg ins Netz. Afimico Pululu traf mit einem satten Linksschuss aus 16 Metern durch die Beine von Verteidiger Nils von Niederhäusern unhaltbar für Goalie Novem Baumann in die weite Torecke. Wenige Zeigerumdrehungen zuvor hatte Marco Schönbächler das «sichere» 0:2 vergeben. Der Internationale setzte bei seinem Wettbewerbsspiel-Comeback nach mehrmonatiger Verletzungspause das Leder aus kurzer Distanz an den Pfosten.

Dass die Basler nach der Pause besser geworden waren, hatte auch mit den neu ins Spiel gekommenen Pululu und Gezim Pepsi zu tun. «Beide Wechsel haben Schwung gebracht», freute sich Raphael Wicky und prophezeite: «Das breite Kader wird diese Saison unsere grosse Stärke sein!»