Leichtathletik-WM

Renate Wyss: «Will meinen besten Marathon bestreiten»

Renate Wyss, Marathonläuferin aus Rheinfelden.

Renate Wyss, Marathonläuferin aus Rheinfelden.

Renate Wyss, die Marathonläuferin aus Rheinfelden, gibt an der WM in Moskau ihr Debüt an einer internationalen Meisterschaft. «Ich bin fit, bin bereit, spüre eine gewaltige Vorfreude und will zeigen, was ich kann», sagt die 28-Jährige.

Nachdem sie sich am Zürich Marathon Mitte April auf 2:40:53-Stunden gesteigert hatte, war die Selektion nur noch Formsach (Limite: 2:44-Stunden). Vorbereitet hat sie sich sehr ähnlich wie auf ihr bis anhin bestes Rennen über die 42,195 km. Und nicht übereilt.

Bewusst gönnte sie sich nach dem Erfolgserlebnis dieser Qualifikation bis Mitte Mai die notwendige Regenerationszeit. «Das war wichtig für den Kopf», sagt sie rückblickend. Dass die Ansteuerung des WM-Marathons «in einer knappen Periode» erfolgt ist, sieht sie nicht als Nachteil.

Ambitionen wider Realität

«Ich will in Moskau mein bestes Rennen laufen», sagt Renate Wyss. Doch auch wenn ihr dies gelingt, wird sie keinen Spitzenplatz belegen. Dieser Tatsache ist sie sich bewusst. «Im Vergleich mit den Weltbesten habe ich keine Chance», sagt sie. Und auch ihre Team- und Zimmerkollegin Patricia Morcelli sieht sie in «einer andern Liga». Das stört sie nicht.

Vorbereitet hat sich Renate Wyss ausschliesslich in gewohnter Umgebung, sprich: in geführten Einheiten bei ihrem Verein LSV Basel und mit Trainingsläufen um ihren Wohnort. Vielfach war sie alleine unterwegs, zeitweise aber auch begleitet vom National- und persönlichen Trainer Fritz Schmocker begleitet wurde.

Diese Art der Hochformansteuerung hatte ihren Grund: Ihr Pflegepraktikum in der Rehabilitationsklinik in Rheinfelden wollte und konnte sie nicht unterbrechen. Und ein Vorteil zeichnet sich dadurch ab: Renate Wyss sollte hitzeerprobt sein. Der Frauenmarathon von diesem Samstagnachmittag dürfte zur Hitzeschlacht werden.

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