Nachdem die Prattler Judoka Reta Tschopp letztes Jahr nicht an den Kata Schweizer-Meisterschaften teilnehmen konnte, weil ihre Partnerin, die Bernerin Ariane Wüthrich in Südostasien weilte, stand sie dieses Jahr in Cham gleich in zwei Katas am Start.

Bei herrlichem Frühlingswetter fanden die Meisterschaften im Ju-Jitsu und Kata am Zugersee statt. Im Vorfeld der Schweizer Titelkämpfe hatte das Duo Tschopp/Wüthrich dieses Jahr bereits zwei internationale Turniere bestritten. In Giaveno (Italien) schafften es die beiden ins Finale und wurden mit 561 Punkten schliesslich Sechste, nur acht Punkte hinter der Bronzemedaille. Am sehr gut besetzten EJU (Europäische Judo-Union) A-Turnier in Brüssel verpassten sie den Final um einen Rang und wurden in ihrem Pool Vierte. Nun galt es, sich im eigenen Land durchzusetzen, um für die EM startberechtigt zu sein.

Grosser Vorsprung beim Sieg

Mit ihrer Vorführung der Kata der modernen Selbstverteidigung (mit Angriffen gegen moderne Waffen wie Messer, Schlagstock und Pistole) überzeugten Tschopp/Wüthrich die Kampfrichter und sicherten sich den Titel mit 10 Punkten Vorsprung, obwohl ihnen bei einer Technik ein Fehler unterlaufen war. Tschopp musste bei einem Beingriff nachfassen, was sicherlich einige Punkte kostete. So reichte es aber immer noch für 631 Punkte. Silber und Bronze gingen in die Romandie.

Weitere Medaillen fürs Baselbiet

Reta Tschopp startete darüber hinaus in der Kata der Bodentechniken zusammen mit Sonia Stauffer (Judoschule Basilisk Allschwil) und erkämpfte sich mit 432 Punkten hinter den überlegenen Baselbietern Dürrenberger/Brandt (458) und den Ostschweizern Zuckschwerdt/Gschwend (434) die Bronzemedaille. Sie verpassten damit Silber nur um zwei Punkte. Dürrenberger/Brandt holten ebenfalls eine zweite Goldmedaille ins Baselbiet, nämlich in der Kata der Judowürfe.

Auch viele Absenzen

Mit diesem Medaillensegen geht ein erfolgreicher Kata-Tag für den Kanton Baselland in die lokalen Sportgeschichtsbücher ein. Für den JJJC Pratteln fehlten dieses Jahr weitere Teilnehmer, da sich Patrick Klotz aus beruflichen Gründen für drei Jahre in China befindet und damit Roger Bruttin ohne seinen Katapartner nicht teilnehmen konnte.