Am vergangenen Mittwochabend hatten die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen am Neuenburgersee noch knapp mit 2:3 gegen NUC den Kürzeren gezogen. Hauptursache war dabei, dass die damals siegreiche Mannschaft von Trainer Silvan Zindel kaum Fehler beging.

Und genauso fehlerfrei traten die Neuenburgerinnen mit ihrer Capitaine Mandy Wigger und der Topskorerin Hillary Hurley im Baselbiet auf. Doch diesmal liess sich Sm’Aesch Pfeffingen nicht aus der Ruhe bringen und machte im Startsatz aus einem 9:9 einen 20:15-Vorsprung. Und diese Hypothek konnten die Gäste nicht mehr korrigieren, sodass dieser Satz letztlich deutlich an das Heimteam ging.

Anu Ennok riss das Spiel wieder an sich

Doch dass NUC in den letzten Wochen sehr konstant spielte, bewies es im zweiten Satz und ging mit 19:14 in Führung. Aber das in dieser Saison gewachsene Baselbieter Team von Headcoach Timo Lippuner liess sich auch dadurch nicht aus der Ruhe bringen und Anu Ennok machte mit ihrem starken Service aus dem Rückstand einen 22:19-Vorsprung.

Dass dies trotz einigen nicht nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheiden zu Ungunsten der Baselbieterinnen geschah, zeigt die neugefundene Stärke dieser doch noch sehr jungen Mannschaft auf. Mit dem klaren Verdikt von 25:20 ging es in die kurze Pause. Dieser 2:0-Satzvorsprung hatte seinen Ursprung in einer formidablen Angriffsleistung der Brasilianerin Barbara Duarte, welche die eher diskrete Leistung von Laura Künzler zu korrigieren wusste. Die Nationalspielerin erwischte nicht ihren besten Tag, doch glänzte sie diesmal dafür bei ihrem Service.

«Entscheidend waren aber sicher unsere aggressive Spielweise und die im dritten Satz sensationelle Defensivarbeit. Diese knickte die Hoffnungen der bis dahin kaum Fehler machenden Neuenburgerinnen endgültig und wir konnten dadurch drei wichtigen Punkte einfahren», sagte Sm’Aesch Pfeffingen-Headcoach Lippuner nach dem Spiel.

Rückkehr von Maja Storck

Nach ihrer Verletzung spielte auch die erst 17-jährige Maja Storck erstmals wieder von Beginn an, konnte aber ihre doch fast dreiwöchige Pause nicht ganz kaschieren: «Ich bin froh, wieder dabei zu sein und der Mannschaft in irgendeiner Form helfen zu können. Natürlich fehlt vor allem bei den Sprüngen noch die nötige Muskulatur, aber das wird in den nächsten Tagen auch noch besser werden.»

Dank diesem Sieg steht Sm’Aesch Pfeffingen neu auf dem zweiten Platz hinter dem klaren Leader Volero Zürich und könnte mit einem Heimsieg am kommenden Donnerstag gegen Volley Düdingen (20 Uhr, Löhrenacker), je nach Resultaten in den Partien von Franches Montagne und NUC, bereits die Weichen in Richtung Playoff-Final stellen.