Rollhockey
RHC Basel: Vom 0:5 zum ersten Meistertitel

Die Basler Rollhockeyaner haben sich für das überraschende Aus im Cup-Halbfinal revanchiert und den Playoff-Final gegen Genf im entscheidenden Spiel gewonnen.

Fabio Baranzini
Drucken
Teilen
Die Basler (hier Tiago Ferreira Sousa) können sich über ihren ersten Schweizer Meistertitel freuen.

Die Basler (hier Tiago Ferreira Sousa) können sich über ihren ersten Schweizer Meistertitel freuen.

Aeschbach/Archiv

Die Freude über den ersten Meistertitel in der Nationalliga A für den RHC Basel kannte keine Grenzen. «Das ist für uns eine riesige Sache. Wir freuen uns einfach. Auch für den Verein und für alle, die mitgeholfen haben», sagt Spielertrainer Tobias Mohr einen Tag nach dem Triumph. Gefragt nach dem Erfolgsrezept, strich der Deutsche vor allem die Entwicklung des Teams heraus, das zu Beginn der Saison völlig neu zusammengestellt worden war und sich erst finden musste. «Bis zum Ende der Meisterschaft haben wir auch das Teamplay perfekt umgesetzt», freute sich Mohr.

Dabei starteten die Basler überhaupt nicht wie gewünscht in die zweite Finalpartie gegen Genf. Bereits nach vierzehn Minuten lagen sie mit 0:5 im Hintertreffen. Die Taktik, abwartend zu agieren und auf Konter zu lauern, ging überhaupt nicht auf. «Das ist uns ganz schlecht gelungen. Wir waren überhaupt nicht bereit, können uns aber bis jetzt nicht erklären, wieso. Das hat es bei uns noch nie gegeben», war Mohr auch rückblickend noch ratlos.

Dennoch wäre es den Basler beinahe gelungen, die Partie zu drehen und die Playoff-Finalserie vorzeitig zu beenden. Bis auf 4:5 kamen die Basler heran und erhielten 30 Sekunden vor Schluss noch einen Penalty zugesprochen. Die goldene Chance zum Ausgleich, doch die Basler patzten und so glichen die Genfer die Serie aus. Die Finalissima musste die Entscheidung bringen.

Konditionell überlegen

Diesmal verschliefen die Basler den Start nicht. Im Gegenteil. Im alles entscheidenden Spiel um den Meistertitel war es das Team von Tobias Mohr, das den besseren Start erwischte und bis zur Halbzeit auf 5:1 davon ziehen konnte. «Wir wollten aggressiv spielen und den Gegner früh stören, denn wir haben gemerkt, dass ihnen bereits gegen Ende des ersten Spiels die Puste ausgegangen war», erklärte Mohr die im Vergleich zum Spiel am Vortag völlig veränderte Taktik. Die Umstellung machte sich bezahlt, denn am Ende konnte der RHC Basel einen ungefährdeten 8:4-Sieg feiern und den ersten Meistertitel bejubeln.

Als grösste Differenz im Finalduell mit Genf machte Spielertrainer Tobias Mohr die konditionelle Überlegenheit seiner Mannschaft geltend. «Wir hätten wohl noch vier Partien so weiter spielen können», meint er mit einem Schmunzeln. «Wir waren aber auch taktisch besser und konnten auf jede Situation reagieren und unser Spiel umstellen.»

Da spielte es auch keine Rolle, dass Topskorer Tiago Sousa nicht mit von der Partie war, da er aufgrund der zweimaligen Verschiebung der letzten beiden Finalspiele bereits in den Ferien weilte. Die Basler schafften es auch ohne ihn, den ersten Meistertitel ans Rheinknie zu holen.

Aktuelle Nachrichten