Nachgefragt

Ricky van Wolfswinkel nach seinem Comeback: «Ich habe einen Kopfball gemacht und lebe noch»

Ricky van Wolfswinkel: «Ich habe hier in  Basel meinen Platz gefunden.»

Ricky van Wolfswinkel: «Ich habe hier in Basel meinen Platz gefunden.»

Sechs Monate nach seinem operativen Eingriff im Gehirn wegen eines Aneurysmas kehrt FCB-Stürmer Ricky van Wolfswinkel gegen den FCZ auf den Platz zurück. Nach dem Spiel ist der erleichterte Holländer in Scherzlaune

Ricky van Wolfswinkel, war dieses zehnminütige Comeback nach sechs Monaten Pause vergleichbar mit Ihrem ersten Profispiel?

Ricky van Wolfswinkel: Ja. Dieser Vergleich hat etwas. Dieser Einsatz war tatsächlich vergleichbar mit meinem Debüt. Sechs Monate sind lang und sie fühlen sich noch länger an, wenn du nicht weisst, wann du wieder zurück bist. Das konnte mir der Doktor lange nicht sagen. Jetzt war es endlich soweit. Natürlich freue ich mich über den Sieg der Mannschaft, aber der wahre Gewinn für mich persönlich ist, dass ich wieder spielen kann.

Sind Sie mit Ihrem Comeback spielerisch zufrieden?

Ich habe keine Ahnung, was ich fussballerisch gemacht habe. Das war nicht mein Fokus. Mein einziger Gedanke war, dass ich wieder auf dem Platz stehe. Ich weiss nicht, was wir im Spiel gemacht haben (lacht). Das war heute echt nicht so wichtig.

Es hiess, dass Sie erst Ende Februar medizinische Checks machen und man dann wisse, wie es weiter geht. Jetzt stehen Sie schon Anfang Februar auf dem Platz. Was ist da passiert?

Es ist super gelaufen und die Doktoren haben mir Grünes Licht gegeben. Ich vertraue ihnen zu einhundert Prozent. Sie haben das super gemacht. Jetzt stehe ich hier. Ich habe sogar einen Kopfball gemacht und ich lebe noch (lacht).

Hat es Sie überrascht, dass Sie jetzt doch schneller als erwartet voll einsatzfähig sind?

Bis zum letzten Tag vor der Bekanntgabe war das eine Überraschung für mich. Ich wusste ja nicht wie bei einer Knieverletzung, wie viele Wochen ich noch ausfallen werde.

Sie können zwar wieder spielen, aber wie es mit Ihrem auslaufenden Vertrag weitergeht, ist ungeklärt. Gab es schon Gespräche?

Nein. Aber ich glaube, dass ich hier in Basel meinen Platz gefunden habe. Dieses Gefühl gibt mir auch der Klub, der Trainer und der Staff. Doch Sie verstehen sicher, dass meine Zukunft für mich heute war. Nachdem das Comeback geschafft ist, will ich in den nächsten Monaten wieder in die Mannschaft kommen, Tore schiessen und Spiele gewinnen.

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