Riehen
Riehen ganz im Zeichen koreanischer Tradition

Die regionalen Sportler kämpften an den 14. Taekwondo-Schweizer Meisterschaften in Technik/Formenlauf in Riehen erfolgreich um Medaillen. 27 von 140 Teilnehmern stammten von der Taekwaondo-Schule Riehen.

Silvan Schmutz
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Tobias Adler demonstriert seine Technik im Einzel.

Tobias Adler demonstriert seine Technik im Einzel.

Juri Junkov

Die Dreifachhalle in Niederholz war erfüllt von koreanischen Rufen. Von insgesamt 140 Teilnehmern starteten an den Schweizer Meisterschaften 27 von der Taekwondo-Schule Riehen – eine stolze Zahl. Das Erfolgsrezept der Schule liegt laut Schulleiter Daniel Liederer an der Art, wie die Sportler die Kampfkunst vermittelt bekommen: «Die Kampfkunst ist eine Leidenschaft. Wir versuchen diese den Kindern weiterzugeben.» Offenbar mit Erfolg: Die regionalen Kampfkünstler wurden durch das Heimpublikum zu Höchstleistungen angespornt, es hagelte Podestplätze. Die Gastgeber ergatterten sich im Einzel, Paar und Team ganze 18 Medaillen, für vier davon zeigten sich die vier erwachsenen Riehener-Kampfkünstler verantwortlich: Ralf Petermann holte Gold im Einzel, Tobias Adler und Astrid Rico gewannen im Einzel Bronze und im Paar Silber.

Der Nachwuchs sorgte für den Rest, allen voran der 12-jährige Raphael Ulli: Im Einzel und im Team holte er Gold, im Paar gewann er mit Stefanie Bender die Silbermedaille. Drei Medaillen an seiner ersten Schweizer Meisterschaft. Der 12-Jährige ist selber überrascht: «Ich war vor allem im Einzel sehr nervös, mein Ziel war eine gute Platzierung. Dass ich gleich drei Medaillen hole, damit habe ich nie gerechnet.» Formenlauf-Wettbewerbe zeichnen sich dadurch aus, dass sie die vielfältigen Techniken des Taekwondo-Sports besonders eindrucksvoll demonstriert werden. An Taekwondo faszinieren Raphael Ulli die Bewegungen, das nötige Rhythmusgefühl und das Teamwork. Elemente, die den 2000-jährigen Sport bis in die heutige Zeit getragen haben.