Volleyball

Riehens Volleyballerinnen scheitern am eigenen Kopf

Die Riehenerinnen Tollari, Tschopp und Suja (in Blau, von links) strecken sich gegen Fribourg einmal mehr vergeblich.Nicole Nars-Zimmer

Die Riehenerinnen Tollari, Tschopp und Suja (in Blau, von links) strecken sich gegen Fribourg einmal mehr vergeblich.Nicole Nars-Zimmer

Die Volleyballerinnen von Riehen kämpfen um den Verbleib in der NLB – mit mässigem Erfolg. Captain und Trainer sind sich jedoch einig, dass dies nicht an der Qualität des Kaders liege. Gegen Fribourg unterlagen die Baslerinnen zu Hause mit 3:0.

Keine zehn Minuten nachdem Fribourg die Turnhalle Hinter Gärten mit einem 3:0-Erfolg verlassen hatte, konnte Jacqueline Tollari wieder lachen. «Trübsal blasen bringt doch nichts», seufzte der Captain der Riehener und liess die vorherigen 80 Minuten Revue passieren. Neue Erkenntnisse konnte sie dabei nicht gewinen, lief doch die Partie genauso ab wie die meisten anderen Spiele der Volleyballerinnen in dieser Saison: Das Team spielte ansprechend, phasenweise sogar gut, stand am Ende aber ohne Punkte da.

Roter Faden in der Saison

«Der Gegner war besser, weil er konstanter war. Wir dagegen hatten unsere ‹Teil-Löcher›», erklärte Dominik Imark. Riehens Trainer hat den zwischenzeitlichen Anhäufungen einfacher Fehler einen Namen gegeben und unterstreicht damit, dass sie sich wie ein roter Faden durch die aktuelle Spielzeit ziehen. Er ist sich aber sicher, dass die Teil-Löcher nichts mit der grundlegenden Qualität des Kaders zu tun haben: «Das Problem ist eine Kopfsache!»

Auch Tollari ist überzeugt, dass der Aufsteiger NLB-Format hat: «Es ist nicht so, dass wir die Sätze hoch verlieren würden. Im Gegenteil: Die Satzresultate fallen meist knapp zu unseren Ungunsten aus. Die paar Punkte, die uns fehlen, sind genau jene, die wir mit dummen Fehlern herschenken.»

Einfach drauflosspielen

Den dritten Tabellenrang in der Abstiegsrunde der Westgruppe zu erreichen und damit den Ligaerhalt direkt zu schaffen, dürfte für Riehen schwierig werden. Das Szenario, als Vorletzter den Klassenverbleib via Barrage zu bewerkstelligen, scheint dagegen realistischer. Deshalb gilt es, die rote Laterne wieder an Genf zurückzugeben. «Wir wollen unser Schicksal bis zum Schluss in den eigenen Händen haben», sagt Imark und vermag den Teillöchern sogar einen positiven Aspekt abzugewinnen: «Unsere nervösen Phasen unterstreichen, dass viel auf dem Spiel steht und wir an uns glauben. Hätte das Team sich aufgegeben, würde es viel befreiter aufspielen.»

Obwohl die Ursache des Riehener Problems bekannt ist, konnte es bisher nicht eliminiert werden. Lachend meint Jacqueline Tollari: «Vielleicht müssen wir einfach mal den Kopf abstellen.» Sie verweist auf den dritten Satz gegen Fribourg, als man aus einem 2:6 ein 12:10 machte. «Da haben wir uns gesagt: Jetzt spielen wir einfach drauflos!» Man hofft, die psychologische Kurve möglichst bald zu kriegen, denn die nervliche Belastung wird in den nächsten Wochen zunehmen. «In unserer Situation haben wir nur noch wichtige Spiele», sagen Trainer und Captain unisono.

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