Roland Pavloski, in Birsfelden geboren, aufgewachsen und auch heute noch in der einzigen Hafenstadt der Schweiz wohnhaft, hat im Basketball schon alle Funktionen ausgeübt. Spieler beim CVJM Birsfelden und BC Arlesheim, Trainer von Junioren-Equipen (Arlesheim) und Frauen-Teams (CVJM Riehen, Dudes). Er ist aber auch Offizieller und regionaler Schiedsrichter. Und war Mitgründer der Starwings im Sommer 2002. Er sprang schon damals, im ersten Jahr, kurzfristig als Cheftrainer ad interim ein. Beim Aufstieg in die Nationalliga A (Juni 2005) war er Assistenztrainer von Pascal Donati – und blieb dies drei Jahre lang. Nach einer Ruhepause von einem Jahr wurde er nach dem triumphalen Cupsieg im April 2010 neuer Assistenztrainer von Danijel Eric, der Cheftrainer Patrick Koller beerbt hatte. Zwei Jahre später wird Eric von Pavloski abgelöst.

Roland Pavloski hat in der regionalen Basketball-Szene, wo ein jeder jeden kennt, nie einen Hehl daraus gemacht, dass «ich mich fähig fühle, eine Nationalliga-A-Mannschaft als Verantwortlicher zu führen». Der Klubvorstand hat diesen Wechsel – respektive die Nichtverlängerung des Vertrages mit Eric – mit «der Strategie des Vereins begründet, die vorsieht, vermehrt junge und regionale Spieler in das Fanionteam einzubauen und mit der finanziellen Situation des Vereins. Roland Pavloski ist seit Gründung der Starwings in der Ausbildung von Nachwuchsspielern tätig und geniesst als Ausbildner seit vielen Jahren einen guten Ruf.»

Entscheid nicht einstimmig

Dennoch ist es ein offenes Geheimnis, dass der Vorstands-Entscheid nicht einstimmig gefallen ist. Denn die drei Schweizer Leistungsträger Roman Albrecht, Miroslav Petkovic und Reto Schwaiger (die allesamt dem erweiterten Kader der Nationalmannschaft angehören) haben den Klub in Richtung Tessin (SAV Vacallo) verlassen, wobei sie dies schon gegen Ende der Spielzeit kund taten. Und der vorgestrige Entscheid hat bei den paar Schweizern, die bei den «Wings» zu spielen gedenken, eher Erstaunen ausgelöst. Milde ausgedrückt …

Andererseits ist die finanzielle Situation bei den Starwings derart angespannt, dass ein Profitrainer nicht finanzierbar ist. Oder man müsste weitere Abstriche an der Anzahl der ausländischen Berufsspieler machen. Schon im Vorjahr spielten die Starwings, der einzige Deutschschweizer A-Ligist, mit nur zwei Profiakteuren. Möglich, dass der neue Trainer mit drei ausländischen Spielern rechnen darf. Denn der Substanzverlust ist gross und die Konkurrenz denkt nicht daran, die Maximalzahl an Ausländern (fünf) zu reduzieren.