In der Partie gegen Kriens-Luzern wäre für den RTV mehr dringelegen. Doch das Team von Trainer Silvio Wernle schien vor allem in der ersten Halbzeit zu wenig an sich zu glauben und es machte den Anschein, als bräuchte der RTV die ersten 30 Minuten, um nach der rund zweieinhalbwöchigen Meisterschaftspause wieder richtig in Fahrt zu kommen. Zu oft agierte der RTV in der ersten Hälfte reichlich konzeptlos und wenig überzeugend, vor allem im Überzahlspiel und (einmal mehr) punkto Spiel über die agilen Flügel.

Mitte der ersten Halbzeit erzielte der RTV während elf Minuten nur gerade zwei Treffer und sah sich bis zur Pause mit 9:14 im Rückstand. In der zweiten Halbzeit spielten die Basler deutlich besser, aggressiver, konzentrierter und effizienter und kamen zweimal bis auf zwei Treffer an die keineswegs überzeugenden Innerschweizer heran, letztmals 14 Minuten vor Schluss (18:20). Zu mehr sollte es aber nicht reichen, denn genau nach dem 18:20 blieb der RTV während sieben Minuten ohne Tor und sah sich danach mit 18:25 distanziert, womit die Partie entschieden war. Dennoch ging die zweite Halbzeit mit 15:14 an den RTV, doch damit lässt sich nichts kaufen.

Nun gegen GC Amicitia

Bereits an diesem Sonntag geht es also weiter mit dem RTV-Heimspiel in Birsfelden gegen GC Amicitia Zürich. Einerseits hat der RTV noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, als die Basler im ersten Auswärtsspiel der damals noch jungen Saison am Mittwoch, 2. September, in Zürich empfindlich hoch unter die Räder kamen (23:39). Andererseits könnte der RTV mit dem angestrebten Heimsieg GC Amicitia in der Tabelle punktemässig überholen und hätte damit weiterhin intakte, realistische Chancen, per Ende der Qualifikationsphase, welche am 19. Dezember endet, einen Platz unter den ersten sechs Teams und somit die Finalrunde zu erreichen.

Dies wäre für einen Aufsteiger überaus bemerkenswert und in Anbetracht der bisherigen Leistungen (vor allem in Heimspielen) nicht unrealistisch. Der RTV figuriert derzeit mit 7 Punkten aus zehn Spielen auf Platz 8, direkt vor ihm ist GC Amicitia Zürich mit einem Punkt mehr und davor auf Platz sechs der BSV Bern Muri (11 Punkte aus allerdings bereits zehn Spielen), den der RTV Anfang Dezember ebenfalls zu einem Heimspiel (wiederum in Birsfelden) empfangen kann. Bern gewann in der aktuellen Runde knapp auswärts bei GC Amicitia Zürich.

Intensive Weihnachtszeit

Überhaupt wird der Dezember eine äusserst anstrengende, intensive Zeit, wenn innert 20 Tagen nicht weniger als sieben wichtige Partien und lauter englische Wochen auf dem Programm stehen (siehe Spielplan am Ende dieses Newsletters). Und dies wohlverstanden in einer Sportart, in der die allermeisten Spieler zu 100 Prozent berufstätig sind und nur die allerwenigsten über einen Halbprofi- oder gar Vollprofi-Status verfügen.

Telegramm:

HC Kriens-Luzern - RTV 1879 Basel 28:24 (14:9)

Sporthalle Maihof, Luzern. - 400 Zuschauer. - SR: Bernet/Wick. - Torfolge: 1:0, 2:1, 3:2 (6.), 3:4 (10.), 7:4, (14.), 7:5 (17.), 9:5, 13:7 (27.), 14:9; 15:12, 17:12, 17:14, 18:16 (43.), 20:18 (46.), 25:18 (51.), 26:20, 26:22, 28:24. - Strafen: je viermal 2 Minuten gegen beide Mannschaften.
HC Kriens-Luzern: Portmann/Ineichen (ab 54.); Fellmann (1), Mühlebach (3), Blättler (3), Weingartner (1), Stojanovic (1), Baviera (3), Stankovic (7), Baumgartner (5), Schramm (4).

RTV 1879 Basel: Ullrich/Steiner (ab 41.)/Kujan; Goepfert (2), Stamenov (1), Ebi (2), Langhein (2), Basler (1), Martinez (1), Vukelic (3), Kozina (3), Dannmeyer (3), Kaiser (2/1), Jurca (4/1).

Bemerkungen: HC Kriens-Luzern ohne Hofstetter (gesperrt) und Spengler (verletzt). - RTV 1879 Basel ohne Hylken (verletzt), setzt Kujan nicht ein. – 57. (26:21) Steiner hält Penalty von Stankovic. - Time-Outs: HC Kriens-Luzern: 24. (10:6) und 43. (18:16). RTV 1879 Basel: 22. (10:6). - Beidseits wenig überzeugende Schiedsrichterleistung.