Handball
RTV Basel schlägt GC/Amicitia im Spiel der letzten Chance

Der RTV Basel gibt ein starkes Lebenszeichen von sich. Mit dem 25:19-Sieg gegen GC/Amicitia zeigen die Basler, dass sie den drohenden Abstieg aus der NLA nicht kampflos hinnehmen werden.

Ilan Olstein
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Mark Kuppelwieser (rechts) geht entschlossen in den Abschluss.

Mark Kuppelwieser (rechts) geht entschlossen in den Abschluss.

Alexander Wagner

Wenn der Torhüter in einer Partie eine Fangquote von 55 % (24 von 42 Schüssen) aufweist, dann bedeutet das die halbe Miete für den Sieg. RTV-Keeper Pascal Stauber ging in einer einseitigen Partie als Leader voran und pushte seine Mannschaft mit seinen Paraden.

Der RTV, welcher durch Verletzungspech gerade noch acht einsatzfähige Spieler und dazu viele noch unerfahrene Spieler zählt, begann konzentriert. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr war man dem Gegner oft einen Schritt voraus.

Starker Finisch in der ersten Halbzeit

Ihre spielerische Überlegenheit konnten die Bebbi erst kurz vor der Pause resultatmässig untermauern. Nach 15. Minuten stand es noch 9:6. In einer fünfminütigen Druckphase legten die Realturner bis zum Pausenpfiff durch die Treffer von Wittlin, Stamenov und Dannmeyer auf 15:9 vor.

Es war endlich wieder Feuer im Spiel des RTV. Flügelspieler Sebastian Kaiser, der für den verletzten Sandro Strübin über 60 Minuten im Einsatz stand, bemerkte dann auch: «Jeder war mit Herz dabei und wir konnten die positiven Emotionen aus der ersten Halbzeit mitnehmen.»

Pascal Stauber als Schlüssel zum Erfolg

Der Spirit der Mannschaft war für die Fans regelrecht spürbar. Jede gelungene Aktion wurde beklatscht. Das Toreschiessen fiel den Baslern zwar schwerer, nachdem GC die Abwehr umstellte – zehn Tore in einer Hälfte war etwas mager. Dies fiel bis zum Schluss jedoch nicht mehr ins Gewicht. Der Grund dafür steht im Tor und heisst Pascal Stauber. «Er und eine solide Abwehr waren der Schlüssel zum Sieg,» resümierte ein glücklicher Silvio Wernle.

Die Vorentscheidung im Abstiegskampf ist vorerst abgewendet. In den letzten beiden Spielen der Hauptrunde warten mit Tabellenführer Wacker Thun und dem HC Kriens-Luzern zwei schwierige Aufgaben. «Vor allem zu Hause gegen Kriens rechnen wir uns etwas aus», sagt Wernle. Mit dem Selbstvertrauen, das der RTV nun tanken konnte, ist ihm durchaus ein Exploit zuzutrauen. Den Vorletzten GC haben die Bebbi nun wieder im Visier.