Handball
RTV Basel verspielt Sieg leichtfertig in letzter Sekund

RTV Basel verliert gegen GC Amicitia Zürich durch einen Treffer in der Schlusssekunde 21:20. Die beiden Mannschaften taten sich im Kehraus-Spiel der NLA-Abstiegsrunde nicht weh und bemühten sich um einigermassen ansehnliche Handballkost.

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Sorgenvolle Miene: RTV-Trainer Arno Ehret

Sorgenvolle Miene: RTV-Trainer Arno Ehret

Keystone

Auf den Teambänken zwei Dinosaurier des Schweizer Handballs, auf dem Spielfeld zwei Mannschaften im Kampf um die viel zitierte «Goldene Ananas». Dies die spezielle Situation im gestrigen Kehraus-Spiel der NLA-Abstiegsrunde zwischen dem RTV Basel und GC Amicitia Zürich. Die beiden Trainer, Arno Ehret (RTV) und sein Antipode Urs Mühlethaler - einst beide als Schweizer Nationalcoaches tätig - hatten die Aufgabe, ihre Teams für dieses sportlich bedeutungslose Spiel zu motivieren.

Die Partie entwickelte sich wie erwartet. Die beiden Mannschaften taten sich nicht weh und bemühten sich um einigermassen ansehnliche Handballkost. Zürich erwischte den besseren Start, lag in der Startviertelstunde stets im Vorsprung und führte nach 15 Minuten mit 7:5.

Filmriss in der zweiten Hälfte

Danach riss bei GC Amicitia Zürich der Faden gehörig. In der Folge erzielte der RTV sechs Tore und führte elf Minuten später deutlich mit 11:7. Entscheidend zum Umschwung trugen der hervorragend aufgelegte Nationaltorhüter Pascal Stauber sowie Igor Stamenov bei. Dem Captain gelangen allein in der ersten Halbzeit sechs Treffer.

In der zweiten Halbzeit führte der Basel rasch 17:10 (34.). Was danach folgte, war ein veritabler Filmriss. Dem RTV gelangen in den darauf folgenden 16 Minuten gerademal noch drei Tore. GC Amicitia schaffte schliesslich in der hektischen Schlussphase nicht nur den Ausgleich, sondern in der Schlusssekunde sogar den Siegtreffer.

Für den RTV endet die Saison am kommenden Sonntag mit dem belanglosen Auswärtsspiel beim zweitletzten Stäfa. Danach folgt eine mehrmonatige Pause; die Meisterschaft 2011/2012 beginnt am ersten September-Wochenende mit einer Doppelrunde. Bis dahin wartet auf die RTV-Verantwortlichen noch einiges an Arbeit. Einerseits gilt es den Abgang des gestern schwachen Nationalspielers Ruben Schelbert adäquat zu kompensieren, im weiteren läuft nicht nur die Suche nach Sponsoren, sondern auch nach Ergänzungs- und Verstärkungsspielern - namentlich für den linken und zentralen Rückraum - auf Hochtouren. (mst)