Fussball
Rückkehrer sind die Verstärkungen für den FCB

Heute Morgen nimmt der Wintermeister FC Basel das Training wieder auf. Personelle Fluktuationen hat es in diesen 20 Ruhetagen wenig gegeben.

Georges Küng
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Stocker ist wieder mit dabei. Key

Stocker ist wieder mit dabei. Key

Nach einer dreiwöchigen Festtags- respektive Winterpause richtet der FCB seinen Fokus in die Zukunft. National will der Schweizer Meister das Double schaffen, international dem FC Bayern München im Achtelfinale der Champions League Paroli bieten.

Heute um 9.30 Uhr wird FCB-Trainer Heiko Vogel sein Personal in der Garderobe begrüssen und zum ersten Lauftraining, wie so oft meist entlang der Birs, bitten. Um die Mittagszeit hat die Klubleitung zum Medien-Apéro eingeladen, wo jene Ziele bekannt gegeben werden, die seit einem Jahrzehnt ihre Gültigkeit haben: Meistertitel und Cupsieg.

Wieser nach Hoffenheim

Personelle Fluktuationen hat es in diesen 20 Ruhetagen wenig gegeben. Sandro Wieser wurde, ohne «mediale Vorwarnung respektive Spekulationen», nach Hoffenheim abgegeben. Diesen Wegzug kann man durchaus als Zeichen der rot-blauen Stärke sehen. Der 18-jährige Liechtensteiner, ein Spieler mit viel Talent und enormem Potenzial, sah, dass er kurzfristig im Basler Mittelfeld nicht an den etablierten Akteuren vorbeikommen kann. «Wir haben mit Sandro Wieser, wie wir es mit allen Spielern tun, offen geredet. Es macht keinen Sinn, wenn er weiterhin in der 1. Liga bei der U21 spielt. Wir hätten gerne ein Leihgeschäft mit dem Bundesligisten getätigt. Doch wenn für alle involvierten Parteien die Zahlen stimmen ...», so Georg Heitz.

Damit will der FCB-Sportkoordinator sagen, dass der Abgang von Wieser substanziell vertretbar ist. «Auch wenn in ein paar Jahren Wieser vielleicht den gleichen Werdegang wie ein gewisser Gökhan Inler nehmen kann. Dann wird man uns vorwerfen, warum wir ihn abgegeben haben», so Heitz.

Vertrag noch nicht unterschrieben

Ebenfalls nicht mehr in Basel ist Fwayo Tembo. Der Sambier wurde an Etoile Sportive du Sahel ausgeliehen, wobei die Tunesier den Vertrag noch nicht unterschrieben haben. «Dies sollte aber im Laufe des heutigen Tages geschehen», so Heitz.

Wer befürchtet, dass der FCB nun personelle Not hätte, irrt gewaltig. Noch immer stehen Trainer Vogel 27(!) Profispieler zur Verfügung. Und weil jetzt mit Valentin Stocker, später mit Kay Voser und Gilles Yapi drei Akteure wieder einsatzbereit sind (sein werden), hat das Kader weiter an Breite und Qualität dazugewonnen. Und nicht zu vergessen, dass der Schweizer Branchenleader im Laufe der Vorrunde mit den Verpflichtungen von Stephan Andrist und Philipp Degen bereits zwei Transfers getätigt hat. Sowohl der Berner Oberländer wie der Oberbaselbieter sind übrigens nun in der Champions League spielberechtigt.

Finanziell besser gestellt in Spanien

Abgänge, wie sie die Boulevardpresse immer wieder portiert respektive herbeischreibt, wird es keine geben. Erstens bietet der FC Basel sportliche Perspektiven (verbunden mit lukrativen Gehältern und Erfolgsprämien), die auch international kaum zu überbieten sind. Und ganz wenige Klubs sind in der Lage und liquid, um Millionen-Ablösesummen zu bezahlen.

Selbst ein David Ángel Abraham, dessen Vertrag im Sommer 2012 ausläuft, weiss, dass er in seinem Wunschland Spanien nur gerade beim FC Barcelona oder Real Madrid mit Sicherheit finanziell besser gestellt wäre. «Viele renommierte Klubs versprechen Gehälter, die sie dann nicht bezahlen – oder erst mit Verspätung», so der Argentinier. Auch er weiss, was er am FC Basel hat.