Volleyball

Rückkehrerin Maja Storck vor dem Showdown: «Ich will raus aus der Komfortzone»

Maja Storck punktete im Hinspiel gleich 20-mal und war damit die beste Aachenerin.

Maja Storck punktete im Hinspiel gleich 20-mal und war damit die beste Aachenerin.

Die Baselbieterin Maja Storck kehrt mit Aachen für ein Spiel zurück nach Aesch und erklärt im Interview, warum sie einen neuen Klub sucht.

Maja Storck, 21, hat vor rund 18 Monaten in die deutsche Bundesliga nach Aachen gewechselt. Die Münchensteinerin hat sich in dieser Zeit bereits zum Publikumsliebling ihres aktuellen Vereins hochgespielt. Nun kommt die Diagonalangreiferin für eine Partie zurück in ihre Heimat und will mit ihren Ladies in Black mit einem weiteren Sieg in die Viertelfinals des CEV Challenge Cup einziehen.


Interessant dabei ist, dass Storck vor fünf Jahren als 16-jährige Nachwuchsspielerin in einem Europacup-Spiel mit Sm’Aesch Pfeffingen im spanischen Logrones wegen eines Bänderrisses der damaligen Teamkollegin Laura Künzler als Auswechselspielerin ins kalte Wasser geworfen worden ist. Damals reüssierte sie, ohne mit der Wimper zu zucken. Heute sind gute Leistungen der Schweizer Nationalspielerin keine Überraschung mehr.

Maja Storck, Sie haben im Hinspiel in Aachen Ihren Ex-Klub mit über 20 persönlichen Punkten beim 3:1-Sieg fast im Alleingang abgeschossen. Wollen Sie dies im Rückspiel in Aesch wiederholen?

Maja Storck: Natürlich will ich diese Leistung auch in meinem früheren Wohnzimmer im Löhrenacker abrufen und meiner Mannschaft helfen, das Spiel zu gewinnen. Ich will mir aber keinen Druck aufbauen, sondern einfach mein bestes Volleyballspiel abrufen.


Nach dem klaren Heimsieg ist die Qualifikation Ihres Teams für die nächste Runde eigentlich nur noch Formsache, oder?

Wir hatten in den letzten Wochen viele Spiele und mussten auch wegen Verletzungen unsere Reserven anzapfen. Sm’Aesch hat ein gutes Team, das wir in dessen Heimspielhalle sicher nicht unterschätzen werden. Aber wir gehen zuversichtlich in diesen Match. Das schon.


Gibt es eigentlich einen grossen Unterschied in Sachen Training und Tagesablauf zwischen Ihrem jetzigen Verein und Sm’Aesch Pfeffingen?


Sicher. Der grösste Unterschied ist der, dass ich damals in Aesch noch zur Schule ging und meine Krafttrainings vor oder nach dem Schulpensum erledigen musste. Ich konnte damals nicht in jedes Mannschaftstraining. Hier in Aachen sind alle Spielerinnen in jedem Training mit dabei und damit im absoluten Profistatus. Dazu reisen wir bei einer Auswärtspartie einen Tag früher an, übernachten an Ort und Stelle, trainieren am Morgen in der Halle des Gegners und reisen nach der Partie mit unserem supermodernen Bus wieder nach Hause.


Der Aachener Fanclub rechnet nach Ihren tollen Spielen nicht mehr damit, Sie auch in der nächsten Saison im Dress der Ladies in Black Aachen anfeuern zu können?


Sicher haben meine Fans nicht ganz unrecht. Meinen ersten Schritt ins Ausland habe ich getan und mir hier einen Stammplatz erkämpft. Jetzt will ich wieder raus aus der Komfortzone und einen weiteren Schritt nach vorne machen.


Was wäre Ihr Wunschziel?


Ich will auf alle Fälle Erfolg haben. In der Meisterschaft vorne mitspielen und natürlich auch Champions League spielen. Super wäre dies natürlich in einer starken Liga wie zum Beispiel in Italien.


Wie geht es bei Ihnen im Nationalteam weiter, das ja seit Januar von Ihrer jetzigen Trainerin Saskia van Hintum trainiert wird?


Es ist eine neue Herausforderung für uns Nationalspielerinnen. Wir wollen uns in der EM-Qualifikation in unserer Vierergruppe beweisen und weitere Fortschritte machen.


Wie sehen die nächsten paar Jahre im Leben der Maja Storck aus?


Ich will meinen sportlich eingeschlagenen Weg weitergehen, mein Fernstudium für Ernährungswissenschaft abschliessen und wer weiss, vielleicht einmal zusammen mit meinem Freund, der auch Volleyballer ist, im gleichen Land spielen.

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