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Rückrunden-Start in der 1. Liga: Zwischen Aufstieg und Tabellenkeller

Mit frischem Wind in die Rückrunde: Sowohl für «Black» mit Dario Di Giovine (l.) wie auch für Muttenz und Dornach gilt es wieder ernst. AESCHBACH

Mit frischem Wind in die Rückrunde: Sowohl für «Black» mit Dario Di Giovine (l.) wie auch für Muttenz und Dornach gilt es wieder ernst. AESCHBACH

Während die Black Stars an der Spitze mitmischen, kämpfen der SV Muttenz und der SC Dornach gegen den Abstieg. Alle drei Teams sind aber davon überzeugt, ihre Saisonziele zu erreichen.

«Man darf nicht vergessen, dass wir Aufsteiger sind», verweist Sportchef Peter Faé auf das kleine Zwischentief der Black Stars zur Saisonhälfte. Damals verlor «Black» drei Mal in Folge unglücklich mit einem Tor. Abgesehen von dieser Niederlagenserie können sich die Schwarz-weissen nicht über den Verlauf der Hinrunde beklagen: Auch dank einem guten Start mit zwölf Punkten aus den ersten vier Spielen steht der Basler Quartierverein mit 26 Zählern auf Rang vier. Dazu der tolle Auftritt im Schweizer Cup gegen den FC Zürich. Ziel ist in erster Linie oben zu bleiben, «aber eigentlich wollen wir auf Rang zwei und somit in die Aufstiegsrunde», beschreibt Faé das Saisonziel.

Sechs Punkte gilt es aufzuholen

Ein nicht unmögliches, aber doch schweres Unterfangen, zumal sechs Punkte aufzuholen sind. Spitzenreiter Baden ist ausser Reichweite. Das zweitplatzierte Grenchen wiederum muss mit dem Wegzug von Liga-Toptorschütze Cristian Miani einen schweren Abgang verkraften, während Köniz wieder mächtig aufgerüstet hat. Von den sieben Neuzugängen kommt mit Labinot Sheholli von Aarau sogar ein Challenge League-Spieler.

Doch auch die Truppe von Black-Trainer Samir Tabakovic hat einige Neuzugänge zu vermelden. Erwähnenswert sind dabei Flügelspieler Cüneyt Eksi von Ligakonkurrent Muttenz und Stürmer Saban Jakupovic vom 2.-Ligisten FC Olten, dem Faé grosse Qualitäten zuspricht: «Ein wahrer Torjäger und auch menschlich von feiner Sorte.» Er ersetzt Dilaver Yagimli, der zu Dornach wechselt. Weitere Spieler sind insbesondere aus persönlichen und beruflichen Gründen kürzergetreten.

YB-Cupspiel als Schwächung

Mit einem Punkt Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz ist bei Muttenz noch alles offen. Trainer Atilla Sahin hätte gerne ein paar Zähler mehr auf dem Konto, weiss aber genau, welches Ereignis seiner Mannschaft Punkte gekostet hat: «In der Zeit rund um das Cupspiel gegen YB waren einige Spieler mit dem Kopf nicht bei der Sache, oder hatten Angst sich zu verletzen.» Nun wird die Aufgabe Klassenerhalt nicht einfacher, denn die Baselbieter vermelden vier gewichtige Abgänge, darunter Pascal Bieri, der sich nach zehn Jahren bei Muttenz zurückzieht. Und auch Sahin steigt in sein vorübergehend letztes Halbjahr als Muttenz-Trainer. Das Ziel ist jedoch klar: «Ich will die Mannschaft als 1.-Ligist an meinen Nachfolger übergeben.»

Dynamik dank Hottiger

Ein äusserst unglückliches Halbjahr erlebte Schlusslicht SC Dornach. Den Solothurnern mit einem sehr jungen Team gelang es nicht, mehrere namhafte Abgänge zu kompensieren. Sportchef Pascal Burger sieht das Alter der Spieler nicht einzig als Grund für die Misere: «Es sind mehrere Faktoren zusammengekommen, unter anderem verloren wir einige Spiele äusserst unglücklich und es ist dann schwer aus solch einer Negativspirale herauszukommen.»

Diese knappen Niederlagen gäben dem SCD allerdings auch Hoffnung, genauso wie Marcel Hottiger, seit Ende November Chef-Trainer und Nachfolger von ex-FCB-Profi Mario Cantaluppi. «Er hat in der Vorbereitung eine spürbare Dynamik entwickelt und wir glauben immer noch an den Klassenerhalt», gibt sich Burger kämpferisch.

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