Regio-Fussball

Rückschritt bei den Black Stars, Lob für die FCB-U21 und ein Ausrufezeichen von Muttenz

Dino Babovic geniesst intensive Aufmerksamkeit von Milkan Dangubic. (© eh-presse)

Dino Babovic geniesst intensive Aufmerksamkeit von Milkan Dangubic. (© eh-presse)

Während sich die Black Stars im Promotion-League-Duell gegen Bavois mit einem 1:1 begnügen müssen, verliert der FC Basel U21 bei Leader Yverdon nach grossem Kampf mit 0:1. In der 1. Liga überrascht der SV Muttenz mit einem 3:2-Sieg in Solothurn.

Am Ende entlud sich der Frust der Black-Stars-Spieler bei Johannes von Mandach. Der Schiedsrichter hatte zu spät begonnen, Karten zu verteilen, und nur drei Minuten nachspielen lassen. Doch Von Mandach hatte in diesem mässigen Promotion-League-Match weder den FC Bavois bevorteilt, noch eine krasse Fehlentscheidung zu Ungunsten des Heimteams gefällt. Deshalb wollte sich Samir Tabakovic dem allgemeinen Tenor nicht anschliessen.

Stattdessen kritisierte der Black-Stars-Trainer seine Equipe: «Wir sind selbst Schuld, dass wir nicht gewonnen haben!» Die Basler bestimmten die Partie gegen einen gut organisierten, offensiv aber meist harmlosen Gegner. Doch vor dem Bavois-Strafraum waren die Sterne mit ihrem Latein am Ende, sodass Torchancen Mangelware blieben. Und weil Mehmed Bezgadic die Waadtländer mit einem unhaltbaren Halbvolley in Führung schoss, rannte das Heimteam ab der 26. Minute auch noch einem Rückstand hinterher.

Immerhin konnte Antonio Fischer nach 68 Minuten noch die drohende Heimniederlage verhindern. «Das war das einzige Mal, dass bei uns der letzte Pass ankam», meinte der unzufriedene Tabakovic sarkastisch. Dem Trainer hatte vor allem die Einstellung seiner Elf missfallen: «Gegenüber unserem Auftritt in Münsingen war das ein klarer Rückschritt.»

Gar ohne Punkte blieb der FC Basel U21 in Yverdon. Doch die Rotblauen zeigten einen guten Auftritt und brachten die Angriffsmaschinerie des Leaders praktisch zum erlahmen. «Wir waren auf Augenhöhe, defensiv stabil und zeigten eine tolle Mentalität», lobte Trainer Arjan Peço seine Mannschaft und fand: «Ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen.»

Bis zur 80. Minute hielten die Gäste das 0:0, dann aber traf Yverdons Joker Fabio Morelli. «Wir hätten den Schützen bereits vor dem Strafraum stellen müssen», lautete Peços einziger Tadel an diesem Abend, obwohl den Baslern offensiv nicht viel gelang. Gabriele Levante hatte zwar noch die Chance zum Ausgleich, schloss aber zu schwach ab.

Für das Ausrufezeichen des Wochenendes aus regionaler Sicht sorgte der SV Muttenz in der 1. Liga. Der Aufsteiger setzte sich überraschend, aber verdient beim als Aufstiegsaspirant in die Saison gestarteten FC Solothurn durch. Topskorer Manuel Alessio brachte die Gäste in Führung (13.), ehe der Favorit in der 20. Minute das Geschehen auszugleichen vermochte.

Die Solothurner drehten die Partie sogar, machten aber dennoch keinen stabilen Eindruck, weil sie im Aufbau äusserst anfällig auf Ballverluste waren. Einen davon nutzte Manuel Jenny in der 67. Minute zum 2:2 aus. Für das Highlight war dann Berkant Eraslan nach 84 Minuten zuständig: Der Abräumer im SVM-Mittelfeld traf mit einem Weitschuss, der den Baselbietern einerseits die drei Auswärtspunkte sicherte und anderseits dafür sorgte, dass die Muttenzer den FCS in der Tabelle überholen.

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