Turnen
Rüstigkeit zahlt sich aus – der Sportclub Biel-Benken ist der Beweis

Biel-Benken hat den Titel bei den Senioren voraussichtlich nicht verteidigen können. Dennoch: Die Leimentaler unterstrichen, dass auch die ältere Generation mit Begeisterung am Werk ist.

Willi Wenger
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Die Senioren des SC Biel-Benken am Eidgenössischen Turnfest
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Veteran Adolf «Dölf» Leu war als Supporter, als Legende, mit dabei
Der SCB beim Aufwärmen
Franz Bütikofer, MR Läufelfingen (links) im Gespräch mit SCB-Chef Erwin Meier
Intercross verlangte viel Kondition und Kopfarbeit von den Männern

Die Senioren des SC Biel-Benken am Eidgenössischen Turnfest

Willi Wenger

Der Technische Leiter des SC Biel-Benken, Erwin Meier, sagte: «Wir haben hier auf der Gurzelen alles gegeben. 28 Punkte waren unser ehrgeiziges Ziel. Mit unserem Auftritt bin ich zufrieden, obwohl ich das Resultat noch nicht kenne». Dass der Triumph vom letzten Eidgenössischen nicht zu wiederholen sei, sei vorauszusehen gewesen. «Wir sind alle sechs Jahre älter geworden und weisen jetzt ein Durchschnittsalter von 64 Jahren auf», argumentierte der 64-Jährige.

Neue Übungen

Gerhard Knecht, eines der Urgesteine, nannte als besondere Herausforderung die «neuen Übungen», die zu absolvieren waren. «Diese sind viel kopflastiger als früher». Koordination und Beweglichkeit seien gefragt. «Im Grunde genommen eine positive Sache», bewertete Cheftechniker Meier diese Tatsache.

«Kann man schöner Stress abbauen als hier»? Diese Frage in Bezug auf die Fit+Fun-Wettkämpfe beantworteten die SCB-Männer mit Nein. Auch Veteran Adolf Leu (76), Vereinsmitglied seit 60 Jahren. Der ehemalige Zehnkämpfer und Aspirant auf die Olympischen Spiele 1960 in Rom, erfreute sich am Geschehen, auch der Kameradschaft wegen. Roland Aeby, mit 55 Jahren der Benjamin in der Mannschaft und erst seit fünf Jahren im Verein ist, rühmte den Zusammenhalt im Sportclub. «Ich würde niemals aus Biel-Benken wegziehen, schon der Männerriege wegen.»

Abzüge schmerzen

Der dreiteilige Wettkampf mit den Disziplinen Fussball/Korbball und Intercross, Ball-Kreuz und Unihockey sowie Moosgummiring und Tennis-Ball-Rugby stellte für alle ergrauten Häupter eine Herausforderung dar. «Der Beginn mit Fussball/Korbball war nicht einfach, Intercross war wohl am schwierigsten», kommentierte Trainer Meier, der seinen Männern einimpfte, voll zu gehen. «Haltet auch die Wettkampfvorschriften punktgenau ein und achtet im Speziellen auch auf die Schritte. Abzüge wegen Übertretens tun uns weh».

Max Hofstetter sagte danach, dass Abzüge wegen Übertretens und auch einige Durchhänger zu verzeichnen waren. «Wir könnten es schon besser, zumal wir uns gut vorbereitet haben». Das Training zum ETF hat der SCB im Winter lanciert, allerdings nie zu intensiv. «Damit niemand den Verleider bekommt», blickte Meier zurück.

Empfang am Montag

«Erst ab März gingen wir voll ran». Wohl auch deshalb drehten die Leimentaler im Final nochmals mächtig auf. «Das letzte Drittel der Bewerbe ist sehr gut gegangen», bilanzierte Knecht, der Ende des nächsten Jahres sein Amt als Vorsitzender des Baselbieter Turnverband zurückgeben wird.

Am Montagabend wird der SCB, der über 20 000 Franken ins Eidgenössische investiert und allen seinen Mitgliedern Gratisstarts ermöglicht hatte, mit einem Empfang durch die Behörde um 18 Uhr belohnt werden. «Hunderte Zuseher werden vor Ort sein», freut sich Kantonalpräsident Gerhard Knecht, der sein zehntes solches Fest bestritten hat. Er wird sich zu bedanken wissen, als «Dienstleister» für Freizeit-, Fitness- und Gesundheitssport.

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