Hitzig war es. Gleich nach 36 Sekunden zeigte der RTV in Person von Basil Berger, dass Ligakrösus Schaffhausen hier heute an die Schmerzgrenze gehen muss, um in den Playoff-Halbfinal einzuziehen. Bergers Hände landeten bei der ersten Verteidigungsaktion direkt am Kinn von Dimitrij Küttel, sodass dieser mit blutiger Lippe 20 Minuten verarztet werden musste und Berger von den sehr strengen Schiedsrichtern direkt mit Rot vom Platz gestellt wurde.

Doch davon liess sich der RTV nicht aus der Ruhe bringen. Aus einer starken Defensive heraus liess sich das Heimteam in der ersten Hälfte nie ganz abschütteln. Immer wieder packten Dennis Krause, Dick Hylkén und Co. zu und wenn doch mal ein Schaffhauser durch die Basler Abwehr kam, war da ja noch Aistis Pazemeckas, der zahlreiche Würfe parierte. Plötzlich führte der RTV gar mit 8:7 und hätte auch zur Pause vorne liegen können. Doch weil beide Kreisläufer freistehend gleich dreifach am Schaffhauser Torhüter scheiterten, ging der RTV mit zwei Toren Rückstand (11:13) in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel konnte der RTV zunächst den Rhythmus des Quali-Meisters mitgehen. Doch nach zehn Minuten schwanden die Kräfte und der Rückstand wuchs an. Anders als noch in Spiel 1, als der RTV in der Ostschweiz diesen Rückstand sensationell noch in einen Sieg umwandeln konnte, waren die Basler diesmal nicht zu einer Reaktion fähig. So gewann Schaffhausen am Ende mit 31:23 und die erste Playoff-Teilnahme der Vereinsgeschichte endete für den RTV mit einem 1:3 gegen das beste Team der Liga.

Stolz auf die Leistung

Mit ein paar Tagen Abstand werden RTV-Trainer Samir Sarac und sein Team stolz auf die nun beendete Saison zurückblicken. Als Aufsteiger gestartet schafften es die Basler bis in die Playoffs und konnten dort sogar ein Spiel gewinnen. Mit Luca Engler haben die Basler bereits den ersten Neuzugang für die kommende Spielzeit verpflichtet. Er soll mit dem RTV im Idealfall nächstes Jahr an selber Stelle wieder in den Playoffs stehen.