Die Stimmung in der Turnhalle des Allschwiler Mühlmattwegschulhauses erinnerte nicht gerade an ein Playoff-Halbfinal um den Aufstieg in die Nationalliga B. Laute Töne kommen von den Spielerinnen auf dem Feld und ab und zu noch von den drei Ersatzspielerinnen Fribourgs, die rund 20 Zuschauer und Zuschauerinnen bleiben mit Ausnahme von Fribourgs Präsidenten Adrian Schneider – insbesondere seinen Kuhglocken – ruhig.

Das Allschwiler Team erlebte einen fulminanten Start und konnte gleich die ersten fünf Punkte für sich entscheiden. Den Satz konnten die Allschwilerinnen schliesslich mit 26:24 gewinnen. Anhänger der Westschweizerinnen erklärten, diese müssten sich zuerst an die Halle gewöhnen, denn sie sei kleiner als die eigene Stätte. Im zweiten Satz fand sich das Fribourger Team besser zurecht und konnte mit einem 25:22 zum 1:1-Gesamtskore ausgleichen.

Turnusgemäss ging der nächste Satz wieder an die Baselbieterinnen, und zwar gleich mit 25:21. Die Vorentscheidung fiel im vierten Satz, als Allschwil einen Sechspunkterückstand aufholen konnte, aber die Westschweizerinnen just nach dem Ausgleich wieder davonziehen liessen. Danach schien das Spiel gelaufen und schliesslich ging der letzte Satz mit 12:15 verloren. Die Fribourgerinnen stehen nun im Final, während für den VBC Allschwil diese Niederlage das Saisonende bedeutet.

Nicht absteigen, nicht aufsteigen

«Es war der perfekte Abschluss der Saison», meint die Spielerin Lorena Margiotta, die zugleich als Mannschaftsverantwortliche fungiert, «wir haben nochmals gekämpft und wir haben mitgespielt.» Einen Trainer hat der VBC Allschwil nicht. Mit dem Basler Volleyball Urgestein Dani Haussener konnte wenigstens eines der zwei Trainings pro Woche von einer externen Person geleitet werden. Ansonsten ist das Team selbstversorgend.

Profis gibt es nicht, die meisten Spielerinnen kommen aus der Umgebung, im Gegensatz zu Fribourg, bei denen hauptsächlich Englisch gesprochen wird, aufgrund der Trainerin und des Stars des Teams, Lindsy Davigeadano.

Das Ziel von Allschwil war und ist es gar nicht, aufzusteigen. «Für die NLB fehlen uns die finanziellen Mittel, und es ist gar nicht im Interesse des jetzigen Teams, aufzusteigen», formuliert Routinier Susanne Gysin die Gründe. Zwar gebe es junge Spielerinnen, doch wer den Sport in professionellerem Rahmen betreiben wolle, gehe zu Sm’Aesch-Pfeffingen. Über die nächste Saison wird noch an einer Sitzung gesprochen, doch für die meisten Spielerinnen ist der Fall klar: Playoffs erreichen ist genauso das Ziel, wie sie nicht zu gewinnen.