Dieser 3:2-Sieg gegen den FC Thun wirkte von aussen betrachtet wie ein hartes Stück Arbeit. Wie war es auf dem Platz?

Samuele Campo: Es war ein Krampf. Das kennen wir bereits von Thun, dass sie zu Hause stark sind, dass sie Druck machen und kämpfen bis zum Schluss. Umso wichtiger ist dieser Sieg.

Was war ausschlaggebend für den Sieg?

Wir haben als Mannschaft bis zum Schluss gekämpft, wir haben daran geglaubt und wollten diesen Sieg unbedingt.

Was war denn der Unterschied zum Spiel vor einer Woche, in dem ähnlich viele Wechsel vorgenommen wurden und man als Folge 1:2 gegen St. Gallen verlor?

Wir brauchen jedes Wochenende 100 Prozent, und wenn wir nur 99 oder 97 Prozent abrufen, dann reicht das halt einfach nicht. Das hat man gegen St. Gallen gesehen. Jetzt konnten wir diese 100 Prozent aber wieder auf den Platz bringen und sind glücklich über den Sieg.

Der Start war aber schwer, man ist wie gegen St. Gallen in Rückstand geraten. Was hat das ausgelöst?

Das war ein schwieriger Moment. Vor allem auch, weil es ein Standard war, der dem
ersten Tor vorausging. Weil wir aber noch viel Zeit hatten, sind wir ruhig geblieben und haben an uns geglaubt.

War es ein Zeichen von grösserem Siegeswillen, dass man dieses Spiel noch drehen konnte?

Das ist so, ja. Mit solchen Spielen wird man stärker, und man wächst zusammen. Wir müssen jedes Spiel so bestreiten: als Mannschaft und mit Vollgas. Dann kommt es gut.

Mit Linz wartet der nächste Gegner bereits am  Mittwoch. Es ist ein eher unbekannterer Gegner.

Ehrlich gesagt habe ich vorher auch noch nicht wirklich etwas von ihnen gehört. Aber deshalb wird es nicht einfacher. Es wird einem nichts geschenkt. Wir müssen alles raushauen. Dann bin ich sicher, dass wir mit unseren Qualitäten grosse Chancen gegen sie haben.

Macht es einen Unterschied, dass man in dieser Runde den Heimvorteil im ersten und nicht wie gegen Eindhoven im zweiten Spiel hat?

Klar ist es ein Unterschied. Aber am Ende sind es zwei Spiele. Das sind 180 Minuten, und in genau diesen 180 Minuten müssen wir am Ende einfach besser sein als sie.