Mit einem Treffer in der ersten Halbzeit und zwei nach dem Seitenwechsel gelang dem äusserst aktiven Renato Santabarbara nicht nur eine Spitzenleistung, sondern auch ein Hattrick. Zuerst brachte er seine Farben mit dem 2:0 in etwas sicherere Gewässer, dann schraubte er das Skore in der Schlussphase auf 4:1 hoch. Ganz so klar, wie es aussieht, war das Spiel nicht.

Es waren zwei kapitale Schnitzer in der Arlesheimer Abwehr, die den in den Anfangsminuten unterlegenen FC Birsfelden mit 2:0 in Front brachten. Zuerst köpfte Föll einen harmlosen Bajrami-Schuss völlig unbedrängt ins eigene Tor, dann vertändelte Santaella vor dem eigenen Kasten, sodass Santabarbara nur noch einzuschieben brauchte. In dieser Phase waren die Arlesheimer eigentlich feldüberlegen. Beflügelt von den beiden geschenkten Toren übernahm Birsfelden dann aber das Spieldiktat. Zu diesem Zeitpunkt verpassten es die Hafenstädter, den Sack bereits früh zuzumachen.

Ausgelassene Grosschancen

So kam es, dass nach dem Seitenwechsel wiederum der FC Arlesheim besser ins Spiel fand. Jetzt war es das Heimteam, das mächtig Druck aufsetzte und mehrere Chancen zum Anschlusstreffer vergab. So geschehen als Lengue es fertigbrachte, nach einer feinen Flanke aus fünf Metern über den Querbalken zu köpfeln.

Birsfelden konzentrierte sich fortan auf das Kontern, meist über den omnipräsenten Santabarbara und den eingewechselten Omeroglu. In der 62. Minute schloss Letzterer einen dieser mustergültig vorgetragenen Konter mit einem satten Flachschuss ab, welcher vom Torwart pariert und in die Füsse von Nemeth abgelenkt wurde. Dieser sah sich plötzlich alleinstehend vor einem verlassenen Tor wieder, was ihn so verwirrte, dass er den sicher geglaubten Torerfolg mit einem Schieber an den Pfosten doch noch verpasste.

Santabarbara schlägt wieder zu

Nach zwei, drei weiteren hochkarätigen Birsfelden-Chancen kam es, wie es in solchen Situationen fast immer kommt: Arlesheims Lengue wurde in die Tiefe geschickt und aus dieser versenkte er staubtrocken zum 1:2. Die Heimelf hatte nun Blut geleckt und stürmte vehement dem 2:2 entgegen. «Nach dem Anschlusstreffer befand sich das Spiel auf Messers Schneide», musste Birsfelden-Coach Omeroglu nach dem Spiel zugeben.

Just in dieses Aufbäumen legte Santabarbara aber seinen grössten Energieanfall des Tages. Innerhalb von fünf Minuten tänzelte er zuerst Arlesheims Paracchini aus, um mit links zu vollstrecken, dann versenkte er mit selbigem Fuss zum 4:1-Schlussstand. So steht Birsfelden mit sieben Punkten aus vier Spielen so gut da, wie schon lange nicht mehr. Arlesheim hingegen muss sich frappant steigern, möchte es auch in der kommenden Saison Zweitligafussball spielen.