Badminton

Sanya Herzig und zwei Engländer sollen es für Uni Basel richten

Wieder vereint: Sanya Herzig (links) und Marion Gruber für Uni Basel.

Wieder vereint: Sanya Herzig (links) und Marion Gruber für Uni Basel.

Der SC Uni Basel startet am Sonntag gegen das Team Argovia in die neue NLA-Saison – mit dabei ist wieder Sanya Herzig. Die 27-jährige Münchensteinerin denkt, dass die Zeit für den nächsten Basler Titelgewinn reif ist.

Sechs Jahre ist es her, seitdem sich der SC Uni Basel das letzte Mal Schweizer Meister nennen durfte. Nach den ersten beiden Erfolgen zu Beginn der Neunzigerjahre folgte eine Titelserie von 2003 bis 2006. Danach folgten turbulente Zeiten: Zuerst der nächste Meisterschaftsgewinn im Jahre 2008, dann der Mannschaftsrückzug aus finanziellen Gründen, die darauffolgende Geldspritze von der Universität Basel und schliesslich, in der vorletzten Saisson, das Comeback in die Nationalliga A.

Playoffs das primäre Ziel

Nur zu gerne würde man den Meistertitel mal wieder ans Rheinknie holen. «In dieser ausgeglichenen Liga werden die Playoffs unser primäres Ziel sein», sagt Klubpräsident Robert Loppacher. Das Erreichen der Playoffs ist gleichbedeutend mit dem Halbfinaleinzug. «Wer unter den besten vier Teams ist, will dann natürlich auch gewinnen», so Loppacher.

Bereits letzte Saison zogen die Basler in die Playoffs ein, scheiterten dort aber knapp am späteren Meister Uzwil. Um es dieses Jahr besser zu machen, verstärkte sich Basel mit drei Neuzugängen. Aus England kamen Einzelspieler Toby Penty und Doppelspezialist Harley Towler. Die Badmintonprofis trainieren jedoch nicht in der Schweiz, sondern werden jeweils zu den Spielen aus England eingeflogen, um in der höchsten Schweizer Liga den Unterschied auszumachen. «Diese Methode hat sich nicht schlecht bewährt. Bereits in der letzten Saison machten wir das so mit Kasper Odum», sagt Loppacher. Der Däne steht den Basler diese Saison allerdings nicht mehr zur Verfügung.

Sanya Herzigs Rückkehr

Der dritte Zuzug ist ein ganz spezieller. Sanya Herzig kehrt nach vier Jahren in Solothurn zu ihrem alten Team zurück. Solothurn zog sich Ende der letzten Saison zurück und Herzig musste sich einen neuen Verein suchen. «Ich bekam mehrere Angebote, für mich war aber sofort klar, dass ich zurück nach Hause gehen möchte», sagt sie. Nach Basel, wo ihre Freunde und Familie leben, wo sie mit 16 Jahren ihre erste NLA-Partie spielte und 2008 mit dem Team Schweizer Meister wurde.

Die 27-jährige Münchensteinerin denkt, dass die Zeit für den nächsten Basler Titelgewinn reif ist: «Wir haben ein gutes Team und werden bestimmt vorne dabei sein.» Im Frauendoppel wird Herzig mit Marion Gruber zusammenspielen. «Wir spielten schon in meiner früheren Zeit bei Basel und auch im Nationalteam zusammen», sagt Herzig. «Wir harmonieren gut und ich freue mich, wieder an der Seite von Marion stehen zu können.»

Am Sonntag startet Uni Basel gegen das Team Argovia in die Saison. Gegen die Aargauer, die die letzte Saison auf dem letzten Platz beendeten und nur dank dem Rückzug Solothurns in der NLA blieben, sollte ein Sieg Pflicht sein.

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