Die umkämpfteste Partie zwischen dem SC Uni Basel und dem TV Arlesheim fand zwischen Rahel Mösch und der Baselbieterin Laura Kühl statt. Keiner der drei Sätze endete in der regulären Spielzeit. Kühl entschied den ersten Durchgang für sich und lag auch im entscheidenden dritten komfortabel vorne.

Doch Rahel Mösch kämpfte sich zurück. «Ich wollte nicht aufgeben und es hat sich gelohnt; am Schluss hatte ich bei einigen Punkten auch noch etwas Glück», sagt die Rückkehrerin. Nach zwei Jahren beim Team Baselland ist sie wieder «zu Hause» bei Uni Basel. Sie holte Laura Kühls Rückstand auf und entschied den dritten Satz (24:22) und damit die Partie für sich.

Alle sollen spielen

Neben dieser knappen Niederlage gewann Arlesheim das gemischte Doppel, sonst konnten sie den Stadtbaslern jedoch nicht das Wasser reichen: das Interclub-Derby ging mit 7:1 an Uni Basel.

Die Männereinzel übernahm bei den Baslern der Nachwuchs. Neben dem 22-jährigen Sebastian Nufer traten die Nationalliga-B-Neulinge Christian Kirchmayr und Marco Martucci gegen die erfahrenen Arlesheimer an. «Wir achten in dieser Saison darauf, dass alle zum Spielen kommen, auch wenn wir riskieren, die Spiele dann zu verlieren», so der Trainer der Basler, Rémy Matthey de l’Etang. «Sofern die Leute trainiert hatten, natürlich», fügt er hinzu.

Aufstiegsplatz fast schon sicher

Die Taktik geht auf. Vier Spiele vor Saisonende liegen die Basler mit sechs Punkten Vorsprung auf La-Chaux-de-Fonds auf dem zweiten Tabellenrang – da sich die erste Mannschaft Fribourg Tafers’ bereits in der NLA befindet, scheint ihnen der Aufstiegsplatz sicher zu sein.

Doch das Uni-Team ist nicht nur erfolgreich, sie sind auch sehr zufrieden mit ihrem Spiel. «Vor zwei Monaten hätte ich diese Frage noch negativ beantwortet, doch jetzt gefällt es mir sehr, wie wir uns präsentieren», sagt Matthey de l’Etang. Der SC hatte einen etwas holprigen Saisonstart, verlor aber seit der Auftaktniederlage in La-Chaux-de-Fonds kein Spiel mehr.

In der NLA gab der Verein vor zwei Jahren den Rücktritt, da es mit geringem Budget und ohne ausländische Ergänzungsspieler nicht reicht um mitzuhalten. Dieses Problem wäre bei einem Aufstieg wiederum aktuell. «Wir sind auf einem guten Kurs. Nun wollen wir sportlich soweit kommen, wie es geht, und dann sehen wir weiter», sagt der Trainer. In den letzten vier Runden haben die Spieler des SC Uni Basel die Gelegenheit, sich bei den Neuenburgern für die einzige Saisonniederlage zu revanchieren. Und den 6:2-Sieg über die Fribourger Tabellenersten aus der Hinrunde zu bestätigen.